Du hast dich also selbstständig gemacht! Herzlichen Glückwunsch! Es gibt nun niemanden mehr, das dir sagt, was du zu tun und zu lassen hast. Wenn du ortsunabhängig in deinem eigenen Online Business tätig bist, genießt du alle Freiheiten und Vorzüge dieser Branche. Allerdings trägst du nun auch die volle Verantwortung für dich und dein Business. Das ist eine gute Sache, denn wer Verantwortung übernimmt, der hat die Macht.

Trotzdem gibt es einige Dinge zu beachten. Zum Beispiel solltest du dir Gedanken darüber machen, welche Versicherungen du als selbstständiger Unternehmer benötigst. Neben der Krankenversicherung und der privaten Haftpflichtversicherung kann es beispielsweise empfehlenswert sein, zusätzlich eine Media-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Warum? Das erfährst du in diesem Artikel.

Media-Haftpflichtversicherung: Was ist das überhaupt?

Die Media-Haftpflichtversicherung ist eine Form der beruflichen Haftpflichtversicherung, die speziell für die Medienbranche entwickelt wurde. Die Versicherung deckt die Personen ab, die durch Haftpflichtansprüche Dritter gefährdet sind.

Eine Media-Haftpflichtversicherung wird in der Regel von freiberuflichen Autoren, Journalisten, Online-Marketern, Bloggern und digitalen Nomaden sowie Webdesignern, Grafikern, Fotografen und Besitzern von Onlineshops in Anspruch genommen. Die Media-Haftpflichtversicherung ist für alle geeignet, die Medieninhalte über verschiedene Plattformen erstellen und verbreiten.

Wichtig: Eine Haftpflichtversicherung (ob privat oder beruflich) ist nicht gleich eine Media-Haftpflichtversicherung! Die Media-Haftpflichtversicherung ist speziell auf die Bedürfnisse der eben genannten Berufsgruppen zugeschnitten.

Einfach ausgedrückt ist die Media-Haftpflichtversicherung also eine bessere Berufshaftpflichtversicherung für Medienberufe, einschließlich digitale Nomaden, Online-Unternehmer und Freiberufler im digitalen Bereich.

Für wen ist eine Media Haftpflichtversicherung sinnvoll?

Ob du einen Vlog auf YouTube hast, regelmäßig relevante Inhalte auf deinem Blog publizierst, professionell auf Facebook tätig bist, einen eigenen Onlineshop hast oder als Freelancer Websites baust, Menschen eine digitale Dienstleistung anbietest oder sonstigen Content veröffentlichst: letztlich bietest du deinen Dienst immer anderen Menschen an. Das führt zu Verbindlichkeiten, die zum Risiko eines Haftungsurteils und hohen Verteidigungskosten führen können. Dinge wie Verleumdung, Plagiat, Datenschutz- oder Markenrechtsverletzungen sowie Ansprüche auf geistiges Eigentum sind in der Online-Branche sehr verbreitet.

Um die Interessen von selbstständigen Autoren, Freelancern, YouTubern, Designern oder sonstigen Kreativen zu schützen, ist der Abschluss der richtigen Haftpflichtversicherung unerlässlich. Hierbei ist die Media-Haftpflichtversicherung äußerst hilfreich, weil diese speziell auf die besonderen Bedürfnisse von Online-Unternehmern zugeschnitten ist.

Wenn du also mit den folgenden Tätigkeiten zu tun hast oder einen direkten Bezug zu diesen Branchen hast, ist der Abschluss einer Media-Haftpflichtversicherung auf jeden Fall empfehlenswert:

  • Selbstständige und freiberufliche Kreative
  • Film- und Videoproduzenten
  • Selfpublisher
  • Blogger
  • Autoren und Texter
  • YouTuber
  • Speaker
  • Multimedia-Unternehmen
  • Anbieter von Online-Inhalten
  • Online-Unternehmer
  • Grafiker
  • Web-Designer
  • Fotografen
  • SEOs
  • Inhaber von Online-Dienstleistungen und Onlineshops
Media-Haftpflichtversicherung für Online Unternehmen

Quelle: Devin Edwards / Unsplash

Lohnt sich die Media-Haftpflichtversicherung für dich?

Erstellst, produzierst oder vermarktest du oder dein Unternehmen Inhalte wie:

  • Blogs,
  • sonstige Artikel,
  • Videos,
  • Fotos oder
  • Bücher bzw. E-Books?

Wenn die Antwort ja ist, solltest du dir unbedingt über den Abschluss einer Media-Haftpflichtversicherung Gedanken machen. Diese Versicherung schützt dich unter Anderem vor Ansprüchen, die auf Delikten wie Verleumdung, Plagiat und Verletzung der Privatsphäre beruhen. Die Media-Haftpflichtversicherung sichert dich bei Ansprüchen gegen dich oder dein Unternehmen ab, wenn du vorsätzlich oder unwissentlich gehandelt hast.

Was wird mit der Media Haftpflichtversicherung abgedeckt?

Je nach Berufsgruppe, Angebot und Reichweite variiert das Angebot von Media-Haftpflichtversicherungen. Es gibt in der Regel einen Basis-Versicherungsschutz. Wenn du speziellere Bedürfnisse hast, kannst du darüber hinaus zusätzliche Leistungen dazu buchen. Die Media-Haftpflichtversicherung greift unter Anderem bei den folgenden Punkten:

Verleumdung: Wenn falsche Aussagen formuliert werden, wird das als Verleumdung bezeichnet. Das kann passieren, wenn du zum Beispiel auf deinem Blog wissentlich oder unwissentlich falsche Informationen veröffentlichst.

Plagiat definiert ein Vergehen, bei der das Produkt oder die Idee eines anderen als eigene Schöpfung ausgegeben wird. Da Ideen oft in gewisser Weise ähnlich sind, ist Plagiat eine mögliche Forderung, die in Medienberufen sehr wahrscheinlich auftreten kann. Auch wenn kein Urheberrecht besteht: solange nachgewiesen wird, dass der Inhalt von jemand anderem stammt, kannst du rechtlich dafür verantwortlich gemacht werden, diese oder ähnliche Inhalte ohne Genehmigung zu verwenden.

Marken- und Urheberrechtsverletzung: Wenn du ein geschütztes Werk ohne Erlaubnis reproduzierst, aufführst oder veröffentlichst, verletzt du die ausschließlichen Rechte des Urheberrechtsinhabers. Genau wie Plagiate sind Urheberrechtsverletzungen ein häufiges Risiko in der Welt der Medien- und Unterhaltungsbranche.

Verletzung der Privatsphäre und Datenschutzverstöße: Die Verletzung der Privatsphäre beschreibt einen ungerechtfertigten Eingriff in das Privatleben eines anderen ohne entsprechende Zustimmung. Dazu gehört die Offenlegung seiner oder ihrer privaten Informationen, die öffentliche Darstellung der Person in einem falschen Licht oder die Verwendung ihres oder seines Namens zu persönlichen Zwecken.

Weitere Haftungsansprüche, bei der die Media-Haftpflichtversicherung greift, sind:

  • Fehlberatung
  • Programmierfehler
  • Datenverlust
  • Ausfall von Websites
  • Nichteinhaltung von Deadlines
  • Verbreitung schadhafter Software
  • Verletzung von gewerblichen Schutzrechten (z. B. bezogen auf Marken, Domains, Lizenzen, Namen)
  • Unlautere Werbung
  • Verstöße gegen das Wettbewerbs- und Kartellrecht
  • Verletzungen der Vorschrift gegen Diskriminierung
  • Sonstige Veröffentlichungen auf Blogs, Websites oder in sozialen Medien

Andererseits schließt eine Media-Haftpflichtversicherung in der Regel die folgenden Umstände aus:

  • Vertragsverletzung
  • Patentverletzungen
  • Forderungen der Regulierungsbehörden (wie z. B. Bußgelder)
  • Beleidigung

Beispiele für Fälle, bei der die Media-Haftpflichtversicherung greift

Dir fällt es trotzdem noch schwer, dir Szenarien vorzustellen, in denen du eine solche Versicherung benötigen würdest? Dann habe ich dir hier nochmal ein paar konkrete Beispiele für Schadensfälle, für die eine Media-Haftpflichtversicherung konzipiert ist:

Beispiel A: Ein YouTuber wird wegen Urheberrechtsverletzung von einem Musikverlag verklagt, weil dieser unrechtmäßig einen Song im Video verwendet haben soll, ohne die entsprechende Lizenz vom Verlag zu haben.

Beispiel B: In einem Blog wird ein negativer Beitrag über ein bestimmtes Restaurant veröffentlicht. Vom Autor wird behauptet, dass das Restaurant aufgrund mangelhafter hygienischer Umstände eine kürzlich durchgeführte Gesundheitsprüfung nicht bestanden haben soll. Daraufhin verklagt der Restaurantbesitzer den Inhaber des Blogs sowie den Autor wegen Verleumdung und argumentiert, dass die Anschuldigungen falsch sind. Außerdem habe der Beitrag dazu geführt, dass das Restaurant Kunden verliert. Hat der Restaurantbesitzer einen guten Anwalt, könnte es dazu kommen, dass der Verantwortliche (also der Autor bzw. Inhaber des Blogs) für sämtliche dadurch entstehenden Kosten aufkommen muss.

Beispiel C: Ein Blogger trifft sich mit einem Bekannten. Die beiden unterhalten sich über ein bestimmtes Thema und der Bekannte gibt einige interessante Informationen preis, die der Blogger in seinem neuesten Beitrag verwendet. Der Bekannte ist sich der Berufung des Bloggers nicht bewusst und teilt auch private Informationen. Der Blogger enthüllt die Informationen in einem Blog auf seiner Website und der Bekannte verklagt ihn wegen Verletzung der Privatsphäre.

Welche Media-Haftpflichtversicherung ist empfehlenswert?

Versicherungsschutz für digitale Nomaden

Quelle: rawpixel.com / Pexels

Es gibt ein paar verschiedene Media-Haftpflichtversicherungen, ich bin schon seit Jahren bei der Exali versichert und mit deren Leistungen super zufrieden, so dass ich sie auch dir voll und ganz empfehlen kann. Damit du dir ein Bild davon machen kannst, möchte ich dir das Angebot der Exali heute etwas genauer vorstellen.

Du weißt nie, wer dich wann aus welchem Grund abmahnen will. Und gerade zu Beginn der Selbstständigkeit hast du vermutlich ohnehin alle Hände voll zu tun. Du glaubst nicht, wie viele Anwälte und Verbraucherschützer oder auch Konkurrenten ein eigenes Businessmodell daraus gemacht haben, andere (oft kleine Unternehmen und Einzelunternehmer) abzumahnen. Schon der kleinste Fehler im Datenschutz kann dich mehrere Tausend Euro kosten.

Mehr zum Thema Abmahnfalle und Datenschutzverordnung findest du hier.

Media-Haftpflichtversicherung von Exali: Die Vorteile

Mit der Media-Haftpflichtversicherung von Exali bist du rundum abgesichert. Durch das „All-Risk-Prinzip“ mit „offener Berufsbilddeckung“ umgehst du mögliche Versicherungslücken, auch wenn deine Aufgaben und Projekte häufig wechseln.

Das gute bei der Exali ist, dass auch Personen wie Mitarbeiter, Auszubildende, Praktikanten und sonstige freie Mitarbeiter deines Unternehmens automatisch mitversichert sind. Außerdem sind überschneidende Tätigkeitsfelder mitversichert, ohne dass du draufzahlen musst. Wenn du also einen Blog mit Onlineshop hast und darüber hinaus beratende Tätigkeiten durchführst, musst du nicht jedes einzelne Standbein extra versichern.

Hier findest du alle Vorteile und Leistungen der Exali im Überblick.

Media-Haftpflichtversicherung von Exali: Die Kosten

Der jährliche Beitrag für die Media-Haftpflichtversicherung der Exali wird nach den folgenden Kriterien berechnet:

  • der Nettoumsatz der letzten 12 Monate
  • Existenzgründer bzw. Start-Up
  • Versicherungslaufzeit

Hier findest du den Beitragsrechner der Exali Media-Haftpflichtversicherung. Du kannst die gewünschte Höhe des Versicherungsschutzes selbst auswählen. Außerdem hast du die Möglichkeit, eine Ermäßigung zu bekommen, wenn es sich um eine Neugründung handelt oder du die Laufzeit von einem Jahr auf drei Jahre verlängerst.

Beispiel: Der Basisversicherungsschutz für ein deutsches Start-Up mit einem Einkommen bis 50.000 Euro jährlich und einer Vertragsdauer von 3 Jahren würde also 314,06 Euro pro Jahr kosten. Das sind rund 26,17 Euro im Monat dafür, dass du ruhig schlafen kannst. Hinzu kommt allerdings ein Selbstbehalt von 500 Euro für Vermögens- und Sachschäden. Dieser wird pro Schadensfall berechnet und automatisch von der Entschädigungsleistung abgezogen.

Fazit zur Media-Haftpflichtversicherung

Einfach machen und loslegen ist gut. Vor allem digitale Nomaden sowie Menschen, die ortsunabhängig arbeiten und selbstständig sind, haben ein gewisses Maß an Risikobereitschaft. Allerdings sollte Mut nicht mit Leichtsinnigkeit verwechselt werden. Kleine Fehler können jedem passieren. Schon die kleinste Fahrlässigkeit kann sich zu einem großen Problem entwickeln und wenn du neu gegründet hast sogar deine Existenz kosten.

Ich selbst bin kein Fan davon, alle möglichen Versicherungen abzuschließen. Allerdings gehören einige wenige Versicherungen wie die Krankenversicherung, private Haftpflichtversicherung und in meinem bzw. wahrscheinlich auch deinem Fall die Media-Haftpflichtversicherung zu den Dingen, die ich als notwendig erachte.

Wie siehst du das? Hast du bereits eine Media-Haftpflichtversicherung abgeschlossen oder legst du noch auf ganz andere Versicherungen Wert? Lass es mich in den Kommentaren wissen!