Was bereuen die meisten Digitalen Nomaden heute? Was würden sie nun anders machen, wenn sie nochmal von vorn anfangen könnten? Diese Fragen haben mich zum Start von TravelWorkLive besonders interessiert und deshalb habe ich einigen befreundeten Bloggern und Digitalen Nomaden mehrere Fragen dazu gestellt.

Am Montag ist bereits der Beitrag zu den wichtigsten Eigenschaften, die 4 Digitale Nomaden für ihren Erfolg mit ihren eigenen ortsunabhängigen Unternehmen lernen mussten, online gegangen. Nun geht es mit ein paar Tipps zum eigentlichen Business weiter!

Schnell eigene Produkte erstellen

Das ist wohl das, was ich anders machen würde, wenn ich heute noch einmal anfangen würde. Ich sehe es zwar ähnlich wie Peer. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich gemacht habe, und bin auch der Meinung, dass die Fehler und Erlebnisse wichtig waren, um heute da zu sein, wo ich bin. Nichtsdestotrotz würde ich versuchen die ersten Digitalen Informationsprodukte zusammen mit einem Blog zu erstellen.

Eins ist rückblickend klar: ich hätte niemals einen Blog Camp Onlinekurs kreieren können ohne die Erfahrung, die ich heute habe. Auch war es wichtig, erst eine Audience aufzubauen, bevor ich diese monetarisiert habe.

Also kann ich ganz klar sagen, dass ich alles wieder so machen würde. Ich würde nur vieeeel früher mit eigenen Produkten anfangen und nicht erst nach 3 Jahren!

Deshalb arbeite ich gerade an einem eBook zum Thema “App Entwicklung ohne Programmiererfahrung”, das ich bald hier auf TravelWorkLive verkaufen werde. Damit auch du, wie ich, passives Einkommen mit einer eigenen App generieren kannst!

Für diesen Beitrag habe ich 4 weitere Digitale Nomaden gefragt, was sie anders machen würden, wenn sie nochmal von vorn anfangen könnten. Dabei sind einige sehr interessante Antworten rausgekommen – schau selbst!

Was würdest du anders machen, wenn du nochmal von vorn anfangen könntest?

Peer von Selbstständig im Netz

peer-selbstständig-im-netz-von-vorn-anfangenMein Lieblingsbeitrag von ihm: YouTube Einnahmen Beispiele und wie viele Videoaufrufe nötig sind

“Ich würde sicher vieles genauso machen, da ich ja damit erfolgreich war. Und man lernt natürlich auch aus allem was man macht, gerade dann, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll. Ich bin heute also so wie ich bin, weil nicht alles glatt lief.

Aber Okay, hier ein paar Dinge, die ich heute anders machen würde.

Ich würde vieles schneller machen und eher loslegen, da man die Zeit, die sonst verloren geht, niemals wieder aufholt. Planung ist wichtig, denn man sollte nicht blind loslegen. Aber viele Ideen und Projekte habe ich viel zu lange vor mir hergeschoben.

Zudem hätte ich von Anfang an auf Nischenwebsites gesetzt und mir davon eine ganze Reihe aufgebaut. Auch diese profitieren davon, wenn sie älter sind und es wäre kaum auszudenken, was mir heute ein gutes Dutzend Nischenwebsites bringen würde, wenn diese 6-7 Jahre alt wären.

Des Weiteren würde ich gleich auf ein offenes CMS setzen. WordPress ist als Basis für mich heute unverzichtbar, aber damals habe ich selbst ein CMS programmiert. Das hat zwar einiges an Erfahrungen und Know How gebracht, aber auch viel Zeit gekostet und heute nutze ich es kaum noch.

Ansonsten bin ich mit den meisten Entscheidungen in meiner Selbständigkeit zufrieden und würde nicht so vieles komplett anders machen.”

Marcus Meurer - von vorn anfangenMarcus von DNX-Berlin

Webseite: marcusmeurer.de

“1. Schneller in den „Doing Modus“ gehen.

In den ersten Wochen habe ich mich mit Sachen beschäftigt die man machen kann wenn das Business es erfordert: AGB, Visitenkarten, Versicherungen, etc. Typisch deutscher Überperfektionismus. Das meiste davon brauche ich jetzt trotz gut laufendem Business nicht mehr. Ich hing beim Start noch zu sehr in der Unternehmenswelt aus der ich gekommen bin.

2. Mehr Fokus auf eigene Projekte

Wenn man zum Start einige Kunden hat dann beruhigt das. Auf der anderen Seite fehlt dann der Drive die eigenen Sachen konsequent anzuschieben.
Jetzt weiß ich dass es nichts geileres gibt als sich selbst zu verwirklichen, an eigenen Sachen zu bauen und daran zu wachsen.

3. Noch früher Social Media Reichweite aufbauen

Da ich gutes Know-How im Online Marketing besitze, habe ich mich auf diese Traffic Kanäle verlassen.
Als ich dann noch Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und YouTube angeschoben habe war das ein echter Business Booster. Umso früher Du damit anfängst umso schneller kommen hier die Erfolge. ”

Feli von Travelicia 

Feli Hargarten TraveliciaMein Lieblingsbeitrag von ihr: Was du wissen musst: Backpacking von A bis Z…

“Wenn ich noch einmal von vorn anfangen müsste dann würde ich versuchen ruhiger zu bleiben und mir von Anfang an etwas mehr Gedanken zu meinem Businessmodell machen. Damit meine ich nicht seitenlange Businesspläne zu schreiben. Ich würde mich erstmal auf ein oder maximal zwei Dienstleistungen oder Produkte beschränken.

Stattdessen bin ich nach dem Prinzip „Je mehr desto besser“ vorgeprescht. Dabei waren dann auch ein paar Sachen die gar nicht zu mir passten. Das habe ich dann irgendwann später wieder gerade gerückt.

Meiner Meinung nach ist die Schnittmenge aus: Was mache ich gerne? Was kann ich gut? Wofür gibt es eine Nachfrage? einer der besten und erfolgreichsten Ansatzpunkte.

Außerdem würde ich versuchen mir weniger einen Kopf um die ganzen administrativen Sachen zu machen wie private Krankenversicherung & Co. Da habe ich wie wild alle möglichen Optionen zehnmal verglichen.

Am Anfang hab ich mich außerdem auch viel zu viel vor anderen gerechtfertigt warum ich mich für diesen Weg entscheide und Leuten die ganz weit weg vom Thema sind versucht Online Business & Online Marketing zu erklären. Diese Energie würde ich mir definitiv jetzt sparen.”

Carina von Travel Run Play

Carina Stöwe - Travel run Play - von vorn anfangen Mein Lieblingsbeitrag von ihr: Warum habe ich mich selbstständig gemacht?

“Wenn ich meine Selbstständigkeit noch einmal an den Anfang spulen könnte würde ich mir von Beginn an konkrete Ziele setzen. Meine wichtigsten Ziele damals waren lediglich mein eigener Chef sein zu können und genug Geld zu verdienen um meine Miete und Krankenversicherung zu bezahlen. So weit, so gut, doch das reicht definitiv nicht, wenn man ein erfolgreiches digitales Business aufbauen möchte.

Ich würde mir meine Vorhaben von Anfang an in kleine Schritte einteilen und jeden Tag daran arbeiten mit ihnen weiter voran zu kommen. Denn nur so wird die eigene Entwicklung und der Erfolg messbar. Außerdem würde ich mir die Zeit nehmen meine Etappenziele zu feiern! Das ist ein Punkt, der mir heute noch schwer fällt: die vielen, kleinen Schritte in die richtige Richtung, die ich mache auch anzuerkennen und mich dafür zu belohnen. Und wenn das nur kurz Pause machen ist, einmal tief durchatmen und sich selbst eine Runde auf die Schulter klopfen. Das ist ganz essentiell für eine gesunde Einstellung zu Deiner Arbeit und nur so wirst Du auch lange genug die Kraft und das Durchhaltevermögen haben Dein Business erfolgreich zu machen!”

Fazit: 

Perfektionismus und nicht durchdachte Businesses sind Probleme, die viele angehende Digitale Nomaden haben. Am wichtigsten ist es, genau zu wissen wer deine Zielgruppe bzw. der perfekte Kunde ist, und deine komplette Energie dieser Person oder Gruppe zu widmen sowie den Mut zu haben, frühzeitig nach Geld für dein Produkt oder Service zu fragen. Der ganze Bürokratische kram kann erst einmal ruhen. Konzentriere dich erst darauf ein erfolgreiches Produkt zu erstellen, das du verkaufen kannst!

Was würdest du anders machen?

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Bild: DepositPhotos.com – Kloeg008

7 Kommentare

  1. Ich würde auf jeden Fall auch viel viel früher anfangen! Ich hätte gleich nach dem Studium damit durchstarten sollen, habe mich aber aus Existenzangst für den einfacheren Weg der Angestellten entschieden. Doch schnell hat sich herauskristallisiert, dass das nicht mein Ding ist.

    Trotzdem bin ich immer noch sehr auf Sicherheit bedacht und habe meine Angestellten-Position erst einmal in eine Teilzeitstelle umgewandelt. Irgendwann kommt dann hoffentlich der große Schritt in die komplette Selbstständigkeit und dann sag ich wahrscheinlich wieder: Hätte ich das mal eher gemacht… :-)

    Blödes Sicherheitsbedürfnis…

    • Ich habe am Anfang auch noch nebenbei viel für Kunden gemacht. Nach einer Weile, war ich froh, wenn einer abgesprungen war und ich habe diesen nicht durch einen neuen ersetzt, sondern die gewonnene Zeit in den Blog oder andere Businesses gesteckt. Als der letzte dann Weg war, war ich richtig Glücklich. Lustigerweise, habe ich heute mehr Kunden denn je, die durch die Blogs und Transit Media entstanden sind, dies ist aber eine ganz andere Geschichte :)

  2. Super Artikel mit ehrlichen Einblicken – gefällt mir total gut. Die Dinge, die Marcus aufzählt, kann ich absolut unterstreichen. Nach etwas mehr als drei Jahren kann ich die gleichen Punkte aufzählen: schneller in den Doing-Modus kommen und noch viel eher an eigenen Projekten arbeiten. Arbeit mit Kunden macht auch Spaß, aber sich selbst und die eigenen Interessen zu verwirklich eben noch ein wenig mehr :-) Allen weiterhin viel Erfolg!

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