Jahresreflexion: 19 inspirierende Reflexionsfragen für Deinen Jahreswechsel

Lesedauer: 8 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Vielleicht bist du bisher ja noch nicht dazu gekommen, das alte Jahr ein wenig zu reflektieren und dir ein paar Gedanken für das Neue zu machen, vielleicht hat dir bisher einfach die Muse dafür gefehlt oder die Zeit oder aber die richtigen Reflexionsfragen.

Falls Letzteres der Fall ist, findest du dafür jetzt 19 inspirierende Fragen. Du musst nicht jede einzelne Frage durchgehen, wenn sie dir nicht zusagt. Schau einfach, was davon dich anspricht – vielleicht fallen dir ja auch noch weitere Fragen ein, die du für dich gerne beantworten möchtest.

Wieso eine Jahresreflexion hilfreich ist

Vor allem wenn du im letzten Jahr viele schwierige Herausforderungen überwinden musstest und manches vielleicht nicht so lief, wie du es dir vorgestellt hast, kann es schwierig sein, was Positives aus dem vergangenen Jahr mitzunehmen.

Meistens haben wir das Jahr über so viel mehr geschafft und Schönes erlebt, als uns im ersten Moment in den Sinn kommt.

Wir überschätzen, was wir an einem Tag erreichen können und unterschätzen, was wir in einem Jahr erreichen können.

Eine Jahresreflexion hilft dir deshalb, das Jahr noch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Vielleicht aus einem etwas liebevolleren Blickwinkel dir selbst gegenüber. Und vielleicht hilft es dir auch dabei ein paar Dinge hinter dir zu lassen und kraftvoller ins neue Jahr zu starten.

Die Jahresreflexion vorbereiten

Bevor du direkt mit dem Beantworten der Fragen loslegst, ist es sinnvoll, erst einmal eine passende Umgebung zu schaffen und in das richtige Mindset zu kommen. Du reflektierst schließlich nicht nur ein paar kurze Momente, sondern ein ganzes Jahr.

Plane dir für deinen Jahresrückblick deshalb ausreichend Zeit ein. Schaffe dir dann für diese Zeit eine ruhige Umgebung und sorge dafür, dass dich niemand stört. Am besten ist es auch, wenn du dein Smartphone beiseite legst und auch alle nicht benötigten Programme am Computer schließt, um nicht raus dem Rückblick rausgerissen zu werden.

Du kannst ein Journal, also mit Stift und Papier machen.

Die Reflexionsfragen im Überblick

Falls du nun lediglich noch die Fragen selbst brauchst, um loszulegen, findest du sie hier direkt aufgelistet:

Jahresrückblick

  1. Wo standest du vor einem Jahr?
  2. Wo stehst du jetzt?
  3. Welche großen und kleinen Erfolge konntest du feiern? Worauf bist du stolz?
  4. Was hast du Neues gelernt?
  5. Wer waren die wichtigsten Menschen in diesem Jahr für dich?
  6. Was hast du dieses Jahr zum allerersten Mal gemacht?
  7. Was war die beste Sache, für die du dieses Jahr Geld ausgegeben hast?
  8. Welche Ziele hast du erreicht?
  9. Liste die 5 schönsten Erlebnisse in diesem Jahr auf

Jahresplanung

  1. Welche beruflichen Ziele hast du fürs neue Jahr?
  2. Welche privaten Ziele hast du?
  3. Was möchtest du Neues lernen?
  4. Wie möchtest du dich fühlen?
  5. Welche Beziehungen möchtest du pflegen oder stärken?
  6. Welche Investitionen möchtest du machen?
  7. Was kannst du dir im neuen Jahr Gutes tun?
  8. Was kannst du anderen im neuen Jahr Gutes tun?
  9. Gibt es etwas, was du im neuen Jahr anders machen möchtest, als bisher?
  10. Was hat sich im letzten Jahr bewährt und möchtest du beibehalten?

Die Reflexionsfragen im Detail

Jahresrückblick

Wenn du noch mehr Input zu den Fragen brauchst, dann findest du nachfolgend noch ein paar mehr Gedanken dazu.

1. Wo standest du vor einem Jahr?

Die Frage kann erst mal etwas schwierig wirken, wenn du z. B. noch am selben Ort wohnst, denselben Job oder auch noch dieselben Menschen um dich hast. Trotzdem kann es einige Dinge geben, die vor einem Jahr noch anders waren. Versuch dich mal daran zu erinnern wir es dir vor einem Jahr ging, was deine Sorgen waren und welche Themen gerade wichtig waren. Lass dir dafür ruhig einen Moment Zeit.

2. Wo stehst du jetzt?

Was hat sich verändert? Welche Herausforderungen hast du vielleicht gemeistert, die Anfang des Jahres noch unüberwindbar schienen? Gibt es Sorgen, die du überwunden hast? Hast du dir etwas Neues beigebracht oder sind vielleicht besondere neue Menschen in dein Leben gekommen?

3. Welche großen und kleinen Erfolge konntest du feiern? Worauf bist du stolz?

Es gibt große und kleine Erfolge und die Kleinen sind dabei mindestens genau so wichtig wie die Großen! Ich würde fast sagen, dass sie sogar wichtiger sind, weil uns meist die vielen kleinen Erfolge zu einem großen Ziel bringen. Hier zeige ich dir eine Liste mit Beispielen von kleinen, aber tollen Erfolgen:

  • du hast öfters ,,Nein“ gesagt, auch wenn es nicht so leicht war
  • du hast dich mit Freunden getroffen, obwohl du dich eher zu Hause verkriechen wolltest
  • du hast mehr Sport gemacht, als im vorherigen Jahr (selbst wenn es nur eine Handvoll öfter war)
  • du hast dir ein neues Hobby gesucht
  • du hast dann Pausen gemacht, wenn du sie gebraucht hast

4. Was hast du Neues gelernt?

Auch hier müssen es keine handfesten Dinge sein. Es ist sogar besser, wenn du mehr in die Tiefe gehst und überlegst, inwieweit du dich innerlich verändert hast. Dazu hier wieder ein paar Punkte zur Inspiration:

  • du bist geduldiger geworden
  • du konntest deine Dienstleistung für Kunden erweitern
  • du hast ein Buch/Blogpost zu einem Thema gelesen, über das du noch nicht viel wusstest
  • vielleicht ist dir bewusster geworden, wer du wirklich sein willst und wie deine Traumzukunft aussieht

5. Wer waren die wichtigsten Menschen in diesem Jahr für dich?

Überleg dir nicht nur, welche Menschen dir besonders wichtig waren, sondern auch wieso. Hast du sie vielleicht für ihr Verständnis dir gegenüber geschätzt? Oder für ihre Unterstützung? Oder einfach dafür, dass sie da waren und du mit ihnen eine gute Zeit erleben durftest?

6. Was hast du dieses Jahr zum allerersten Mal gemacht?

Auch hier müssen es nicht die ausgefallensten Dinge sein. Vielleicht hast du dieses Jahr das erste Mal meditiert, das erste Mal ein bestimmtes Gericht probiert, dich das erste Mal wirklich bewusst einer deiner Ängste gestellt oder bist das erste Mal alleine gereist.

7. Was war die beste Sache, für die du dieses Jahr Geld ausgegeben hast?

Vielleicht ein besonderes Coaching, einen Onlinekurs, eine besondere Reise oder etwas schöne für deine Wohnung. Die Antwort auf diese Frage also sehr unterschiedlich ausfallen, aber so oder so einige spannende Erkenntisse mit sich bringen.

8. Welche Ziele hast du erreicht?

Zu Beginn des Jahres setzt man sich ja gerne fast schon zu viele neue Ziele. Deshalb ist es sinnvoll, einmal zu schauen, welche man wirklich erreicht hat und was man daraus für das neue Jahr schlussfolgern kann. Hast du dir vielleicht zu viele oder zu hohe Ziele gesteckt? Oder waren sie letztendlich doch nicht so schwer zu erreichen, wie gedacht und du kannst dich dieses Jahr gerne mehr trauen?

Und selbst wenn du nicht alles erreicht hast, dann kannst du trotzdem schauen, ob du Teilziele erreicht hast. War dein Ziel zum Beispiel neue Menschen kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen? Dann hast du es vielleicht trotzdem versucht und bist aufgeschlossener auf fremde Menschen zugegangen. Bereits darin liegt ja eine Veränderung und ein Schritt in die richtige Richtung.

9. Liste die 5 schönsten Erlebnisse in diesem Jahr auf

Welche Momente waren die Schönsten in deinem letzten Jahr? Auch hier muss es nichts total Ausgefallenes sein. Vielleicht hast du dich im Sommer mit Freunden zum Eisessen getroffen und hast den Moment total genießen können. Das wäre ja ein wirklich schönes Erlebnis!

Jahresplanung

Jahresreflexion Reflexionsfragen Quelle: Pawel Janiak / Unsplash
 

Damit du dir nicht nur überlegen kannst, was im vergangenen Jahr gut war, habe ich dir im Folgenden noch ein paar Fragen aufgeschrieben, mit denen du dir deine Ziele überlegen kannst und damit kraftvoll und motiviert ins neue Jahr startest.

10. Welche beruflichen Ziele hast du fürs neue Jahr?

Was möchtest du im neuen Jahr in deinem Business umsetzen? Möchtest du eine weitere Dienstleistung anbieten oder ein eigenes Produkt entwickeln? Vielleicht ein eigenes Buch oder einen Onlinekurs? Überlege dir jetzt, welche Schritte du gehen kannst, um diesen Zielen näher zu kommen oder sie sogar zu erreichen. Vielleicht gibt es bestimmte Skills, die du noch lernen willst? Oder eine neue Marketingstrategie, die du entwickeln möchtest?

Wichtig ist vor allem, dass du dir mal wirklich überlegst, was dich glücklich macht und was du vom Leben erwartest. Zu beruflichen Zielen können demnach auch gehören, dass du ab jetzt keine Überstunden mehr machst, dass du dir mehr Freizeit nimmst und einen gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben findest.

11. Welche privaten Ziele hast du?

Was möchtest du abgesehen von deinem Business im neuen Jahr erreichen? Neue Menschen kennenlernen? Ein neues Hobby anfangen? Eine spannende Reise planen? Vielleicht möchtest du es dir ja auch zum Ziel machen, dich mit jemandem mal richtig auszusprechen.

12. Was möchtest du Neues lernen?

Es gibt so vieles zu lernen. Neue Sprachen, neue Gerichte, neue Hobbys. Vielleicht gibt es Themen, die dich interessieren, über die du dich mehr informieren möchtest. Genau so kannst du aber auch Neues über dich selber lernen. Zum Beispiel wie du Grenzen setzen kannst oder wie du deine Bedürfnisse besser kommunizierst.

13. Wie möchtest du dich fühlen?

Meiner Meinung nach geht es bei der Jahresplanung nicht nur um Ziele, Zahlen und Fakten. Viel wichtiger ist doch im Rückblick, wie wir uns das Jahr über gefühlt haben. Glücklich? Geborgen? Verstanden? Erfüllt? Motiviert? Lebendig? Stolz? Überlege dir, was du verändern kannst, um dich so fühlen zu können.

14. Welche Beziehungen möchtest du pflegen oder stärken?

Hast du beim Lesen der Frage gleich an eine bestimmte Person gedacht? Dann ruf die Person doch gleich mal an oder schreibe ihr eine Nachricht. Dann kannst du deinem Ziel gleich einen Schritt näher. ?

15. Welche Investitionen möchtest du machen?

In dich selbst zu investieren ist vermutlich eine der wichtigsten Entscheidungen, die du treffen kannst. Je besser deine Skills werden oder je mehr du dich auch auf persönlicher Ebene weiterentwickelst, desto schneller erreichst du deine Ziele. Wenn dir zum Beispiel noch bestimmte Fähigkeiten fehlen, um deinen absoluten Traumkunden anzuziehen, dann überleg dir, wie du sie am besten erlernen kannst. Oder brauchst du gelegentlich mal eine Abwechslung zum Home Office? Die Investition in eine Mitgliedschaft im Coworking Space kann ebenfalls wahre Wunder bewirken.

16. Was kannst du dir im neuen Jahr Gutes tun?

Was tut DIR gut? Was hat dir vielleicht früher mal viel Freude bereitet, für das du heute nur noch wenig Zeit findest? Das können lange Spaziergänge sein, regelmäßig ein Entspannungsbad nehmen, öfter ein Buch lesen, dich in einem Sportverein anmelden, vielleicht an einem Malkurs teilnehmen, Gesangsunterricht nehmen, eine Wochenendreise, eine Massage buchen und so vieles mehr. Oder du machst es dir zum Ziel, dir ab jetzt jeden Tag eine Stunde Zeit nur für dich selbst zu nehmen. Vielleicht um dir was Schönes zu kochen oder auch um einfach mal gar nichts zu tun.

17. Was kannst du anderen im neuen Jahr Gutes tun?

Vielleicht hast du Freunde, die mal unbedingt einen Babysitter brauchen könnten, um mal wieder Zeit für sich zu haben? Oder vielleicht hast du eine Bekannte, die ein riesen Kuchenfan ist und der du mit einem selbst gebackenen Kuchen eine Freude machen könntest. Aber ganz wichtig: Tu nur das, wobei du dich gut und wohl fühlst. Du musst dich nicht für andere verausgaben und aufopfern. DU bist auch wichtig.

18. Gibt es etwas, was du im neuen Jahr anders machen möchtest, als bisher?

Alle vorherigen Fragen haben dir vermutlich auch gezeigt, in welchen Bereichen du dich verbessern kannst oder was du im neuen Jahr in Angriff nehmen möchtest. Und das ist super! Ein Rückblick hilft vor allem auch dabei, zu erkennen, was vielleicht nicht ideal lief und hilft dir, die richtigen Schlüsse zu ziehen, um es im neuen Jahr besser anzugehen.

19. Was hat sich im letzten bewährt und möchtest du beibehalten?

Und wenn wir schon dabei sind – leg den Fokus nicht nur auf das, was du gerne ändern würdest. Was lief im letzten Jahr so gut, dass du es auf jeden Fall beibehalten möchtest? Deine Morgenroutine oder Abendroutine? Deine Arbeitsroutine oder aber das Sportprogramm?

Die Kunst des Schreibens: „Mit freundlichen Grüßen“ in Brief und Korrespondenz

Und schreib dabei nicht nur auf, was sich bewährt hat. Sei ruhig auch stolz auf dich, dass Dinge gut gelaufen sind. Und dass du diesen Artikel ließt und dich scheinbar weiterentwickeln und mit dir selber beschäftigen willst, halte ich für etwas, worauf du ebenfalls stolz sein kannst! ?

Fazit

Wie du siehst gibt es eine Vielzahl an Fragen, die du dir zum Jahreswechsel (aber natürlich auch immer mal wieder unter dem Jahr) stellen kannst.

Mach dir mit diesen Reflexionsfragen bitte keinen zusätzlichen Stress. Und wenn etwas wirklich nicht gut lief, dann darf das auch so sein und dann muss man nicht zwanghaft versuchen, nach etwas Positivem zu suchen. Trotzdem hilft ein Perspektivwechsel. Denn ganz oft übersehen wir vor allem die kleinen Dinge, die aber letztendlich auch einen großen Unterschied machen können.

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