Dass du mit Bloggen Geld verdienen kannst, ist keine geheime Sache. Aber viele Blogger nutzen noch nicht das volle Potential ihrer Seite.

Einen eigenen Onlineshop gründen ist zum Beispiel eine sehr gute Option, um mehr Geld mit seinem Blog zu verdienen, und die Einrichtung ist gar nicht mal so kompliziert. Ich zeige dir in diesem Beitrag, wie einfach das geht, und warum du dafür nicht einmal eigene Produkte brauchst.

Der eigene Onlineshop ohne eigene Produkte

Ja – das geht! Auch wenn du zunächst denkst “Aber ich habe doch gar keine eigenen Produkte zum Verkauf, wie soll das gehen?” – es geht. Denn um deinen eigenen Onlineshop zu gründen, benötigst du keine eigenen Produkte, sondern greifst auf Produkte anderer Onlineshops zurück.

Der eigene Onlineshop ohne eigene Packstation

Eben weil du nicht deine eigenen Produkte verkaufst, musst du dich auch nicht um den Versand dieser kümmern. Du musst also nicht jeden Tag zur Post rennen, um die Produkte zu verschicken oder Retouren anzunehmen – die anderen Onlineshops kümmern sich für dich um alles.

Der eigene Onlineshop dank Affiliate-Netzwerken

Mit deinem eigenen Onlineshop kannst du ganz einfach das Affiliate Netzwerk der anderen Onlineshops nutzen und deine Kunden über einen Affiliate Link zu den entsprechenden Onlineshops weiterleiten. Sie treffen die Kaufentscheidung in deinem Shop, kaufen am Ende aber auf einer anderen Seite und du erhältst hierfür eine Provision, musst dich aber um rein gar nichts kümmern. Kein Postversand, kein Kundenservice etc…

Die Vorteile eines eigenen Onlineshops im Blog:

– Alle Produkte auf einem Blick

Während du im Blog Produkte nur innerhalb von Artikeln empfiehlst und deine Leser so mehr oder weniger nur zufällig auf die Produkte stoßen, können sie im Onlineshop alle Produkte übersichtlich auf einmal sehen. Das hilft bei der Produktauswahl und macht es deinen Besuchern wesentlich einfacher, ein passendes und gutes Produkt zu finden.

Auch Christian hat auf Let’s See What Works darüber geschrieben!

– Bessere Darstellung der einzelnen Produkte

Ein eigener Onlineshop bietet zudem eine viel bessere Darstellung aller Produkte an. Du kannst die Produkte nicht nur einfach so in Beiträgen empfehlen, sondern richtige Beschreibungen abgeben und Bilder sowie Videos zu den Produkten fügen. So bekommen deine Besucher noch mehr hilfreiche Infos und Tipps zu den Produkten.

– Mehr Professionalität dank eigenem Onlineshop

Ein eigener Onlineshop bringt deinen Blog auf ein ganz neues Level, denn er suggeriert “etwas Großes” und gleichzeitig mehr Professionalität. Auf einmal bietest du mehr als ein Blog mit tollen Beiträgen, du bietest auch noch  einen Onlineshop mit tollen Produkte, die genau zu deinen Lesern passen!

– Höhere Conversion-Rate

Diese empfundene Größe und Professionalität sowie die bessere und übersichtliche Darstellung aller Produkte in deinem eigenen Onlineshop führen zu einer schnelleren Kaufentscheidung, als wenn sich Leser über einen Link in einem deiner Beiträge zu einem Produkt auf einer anderen Seite durchklicken würden. Sie können also schnell und leicht Produkte kaufen – eine höhere Conversion-Rate ist da fast schon sicher!

– SEO Anpassung für jedes Produkt

Zudem kannst du die einzelnen Produkte mit deinem eigenen Onlineshop auch SEO-optimieren und so Suchanfragen mit Kaufintentionen abfangen. Das heißt, Leute, die nach einem Produkt suchen und bereits den Wunsch haben, dieses zu kaufen, landen so direkt in deinem Onlineshop!

– Eine lukrative, passive Einnahmequelle

Wenn du deinen Onlineshop richtig professionell aufsetzt, und dich regelmäßig darum kümmerst, dass neue, SEO-optimierte Produkte eingestellt werden, kannst du durch diesen eine lukrative Einnahmequelle erstellen. Dank meines SEO-optimierten Onlineshops auf TravelWorkLive habe ich jeden Monat passive Einnahmen von über 1.000 € .

Wie du deinen eigenen Onlineshop gründen kannst:

1. Onlineshop gründen mit der richtigen Software bzw. dem richtigen Plugin:

WooThemes ist dir vielleicht als Theme-Ersteller bekannt, aber das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren sehr auf das gratis Plugin WooCommerce konzentriert und daraus ein All-Round-Produkt für Onlineshops erstellt.

Das Plugin selbst ist komplett kostenlos und kann auf WooThemes heruntergeladen werden. Das Unternehmen finanziert sich, indem es Erweiterungen verkauft, die du benötigst, um deinen Onlineshop zum Laufen zu bringen.

Für einen Onlineshop zum Blog benötigst du aber keine weiteren Erweiterungen, sondern kannst das Plugin so wie es ist nutzen!

2. Theme Kompatibilität

Bevor du das Plugin installierst, solltest du dir einmal die Kompatibilität von WooCommerce und deinem Theme checken. Schau dir auf der Verkaufsseite deines Themes an, ob das Theme mit dem Plugin kompatibel ist. Wenn es das nicht ist, kannst du versuchen es kompatibel zu machen. Hierfür hat WooThemes eine Anleitung veröffentlicht!

Sollte dir dieser Prozess zu kompliziert sein, kannst du das auch an Support-Camp.io auslagern. Nutze hierfür den Gutscheincode “WP_HELP” für 10 € Rabatt auf das Monatsabo!

Falls dein Theme nicht mit dem Plugin kompatibel ist, kannst du auch nach einem neuen Theme schauen. Ich empfehle dir auf Themeforest nach kompatiblen Themes zu suchen. Hier findest du alle Themes, die die Voraussetzungen erfüllen!

3. Plugin Installation und Einrichtung

Sollte dein Theme mit WooCommerce funktionieren, dann wird es Zeit, deinen Onlineshop zu gründen bzw. zu erstellen. Hierfür, musst du die Daten erst einmal in deinem WordPress-Backend hochladen und aktivieren.

WooCommerce-Einstellungen:

Wenn du also keine eigenen Produkte anbietest, dann solltest du deinen eigenen Onlineshop wie folgt für Affiliate Links einrichten:

Gehe auf WooCommerce im Seitenmenü von WordPress und dann auf Einstellungen.

1. Richte die Allgemeinen Einstellungen ein

Du musst dabei nichts besonders beachten, da die meisten Einstellungen nicht in Kraft treten, da wir die Kunden schließlich an den anderen Shop weiterleiten!

2. Produkte Einrichten:
1. Füge deine Produkt-Kategorien hinzu

Bevor wir uns auf die Produkte konzentrieren, solltest du einmal die Kategorien für deinen Onlineshop überlegen und einrichten. Das kannst du im Seitenmenü unter Produkte und Kategorien machen!

2. Produkt hinzufügen

Klicke in der Seitenleiste auf “Produkt hinzufügen” und gebe einen Titel und eine Beschreibung ab. Achte darauf, dass die Beschreibung sehr informativ ist und alles beinhaltet, was ein Nutzer gerne über das Produkt wissen würde. Ich gebe dir gleich noch weitere Tipps, wie du das richtig machst!

3. Produktdaten angeben

Unter der Produktbeschreibung, findest du die Spalte “Produktdaten”. Wähle im Dropdown Menü, das standardmäßig “Einfaches Produkt” anzeigt, “Externes/Affiliate Produkt” aus. Trage unter Produkt-URL nun dein Affiliate-Link, den du aus dem anderen Onlineshop (z.B. Amazon) erhalten hast, ein!

Pro-Tipp: Nutze Pretty Link, um diesen Link zu verschönern. Wie das aussieht, kannst du hier im TravelWorkLive Shop sehen, wenn du auf “Jetzt Kaufen” klickst!

4. Kategorie und Beitragsbild auswählen!

Bevor du speicherst, musst du noch die Produktkategorie und ein Beitragsbild auswählen, und schon kannst du dein Produkt veröffentlichen!

4. Onlineshop Optimierung

Dein Onlineshop sollte jetzt online und für jeden sichtbar sein. Aber ist er auch auffindbar?

Ein eigener Onlineshop ist, wie oben erwähnt, eine super Gelegenheit, um mehr Seiten an den Google Index zu schicken, und diese entsprechend SEO-mäßig zu optimieren. Damit deine Produkte auch schnell über Google gefunden werden, nutze ich täglich SECockpit.

SECockpit von Swiss Made Marketing sucht mir die besten Keywörter raus, um meine Produkte entsprechend zu optimieren. Wie die Software genau funktioniert, erfährst du hier im SEO für Anfänger Beitrag!

Dank dem SECockpit und SEO by Yoast Plugin erscheinen ein Großteil meiner Produkte auf Seite 1 von Google und bringen mir einen dreistelligen Betrag durch Affiliates. Wie viel ich jeden Monat genau durch Affiliate und eigene Produkten in meinem Shop verdiene, erfährst du hier!

5. Du willst auch eigene Produkte verkaufen?

Eigene Produkte mit einem WooCommerce Onlineshop zu verkaufen ist auch überhaupt kein Problem. Hierfür musst du dir noch einmal die Grundeinstellungen deines Shops ansehen und entsprechend einrichten. Denke daran, die MwSt einzurichten und einzustellen, ob sich Mitglieder registrieren sollen oder die Produkte auch als Gäste kaufen können ohne eigenes Benutzerkonto.

Wenn du dein Produkt einrichtest, musst du darauf achten, dass die Produktdaten auf “Einfaches Produkt” gesetzt sind. Du kannst dann alle Daten zu deinem Produkt manuell eingeben. Solltest du ein virtuelles Produkt, wie einen Onlinekurs verkaufen, kannst du das mit einem Häkchen bei “virtuell” einstellen. Das Gleiche gilt für Plugins (“Herunterladbar”) und “eBooks”!

Um Bezahlungen abzuwickeln, kommt WooCommerce in der Standardversion mit PayPal. Solltest du auch Kreditkarten (z.B. Stripe) oder SofortÜberweisung anbieten wollen, musst du diese Erweiterungen auf WooThemes direkt kaufen.

Ein ganz interessantes Interview zu diesem Thema findest du im Podcast auf EarthCity, wo Patrick Baumann über seine Erfahrungen mit einem Onlineshop mit eigenen Produkten spricht!

Fremde Produkte ohne Affiliate Programm?

Oft ist die Frage aufgekommen, wie du fremde Produkte von anderen Onlineshops verkaufen kannst, die kein eigenes Affiliate Programm anbieten. Hierfür gibt es leider keine technische Lösung, die du von deiner Seite aus implementieren kannst, damit die Sales getrackt werden.

Die zwei Lösungen, die mir hierzu einfallen, sind Folgende:

1. Den anderen Onlineshop fragen, ob sie ein Affiliate Programm haben oder einrichten wollen. Hier könntest du entsprechend verschiedene Affiliate Programme empfehlen, wie z.B.: http://www.itthinx.com/ oder leaddyno.com

2. Die Produkte des anderen Onlineshops zum Handelspreis kaufen und über deinen eigenen Shop weiterverkaufen!

WooCommerce in Aktion:

Wenn du jetzt noch Inspiration suchst, wie du einen Onlineshop für deinen Blog oder deine Seite nutzen kannst, solltest du auf folgenden Seiten vorbeischauen:

Blog-Camp.de:

Avada Theme in Kombination mit Sensei (Kurs-Software) und WooCommerce, um die Bezahlung abzuwickeln!

TravelWorkLive.de:

Standard Version von WooCommerce und Newspaper Theme auf Themeforest!

Happy Coffee:

Affiliate Kaffeeshop mit WooCommerce und Flatsome Theme und wenigen einigen Produkten.

FarbCafe.de:

Onlineshop für Künstler in Verbindung mit Amazon Fullfillment. Julia nutzt für diesen Onlineshop WordPress, WooCommerce, WooZone, Flatsome Theme und ein kostenpflichtiges Verkäuferkonto von Amazon. So können Kunden verschiedene Produkte in den Warenkorb einfügen und kaufen diese dann direkt auf Amazon, ohne ihre Seite ständig, wie bei TravelWorkLive oder Happy Coffee, zu verlassen.

Fazit:

Einen eigenen Onlineshop zu gründen ist gar nicht schwer und kostet auch nicht viel Geld. Dabei bringt er deinen Blog auf ein neues Level und kann dir gutes, passives Einkommen liefern.

Wann erstellt du endlich deinen eigenen Onlineshop?