In 5 Schritten zum Geschäftsmodell für dein Onlinebusiness

Du willst als digitaler Nomade voll durchstarten – endlich frei und ortsunabhängig arbeiten – aber du hast keine Ahnung, wo du anfangen sollst? Heute hat deine Suche ein Ende. Mit den folgenden 5 Schritten zum Geschäftsmodell für dein Online-Business bekommst du die perfekte Starthilfe, damit du Klarheit gewinnst und sofort loslegen kannst.

Ein Geschäftsmodell – was ist das überhaupt?

Das Business-Model beschreibt:

  • wie dein Unternehmen funktioniert,
  • was dein Angebot ist,
  • welchen Wert du deinen Kunden bietest und
  • wie genau du deine Kunden bedienst.

Das Geschäftsmodell ist nicht zu verwechseln mit der Geschäftsidee. Wenn du dich selbstständig machen willst, ist die Geschäftsidee deine Grundlage. Mit deiner innovativen Geschäftsidee löst du ein Problem für deine Zielgruppe. Im Idealfall bietest du eine besser Lösung, als deine Konkurrenz.

Dein Geschäftsmodell beschreibt dabei, in welcher Form du deine Geschäftsidee umsetzen wirst. Dabei hast du unzählige Möglichkeiten. Doch bevor du Hals über Kopf startest, brauchst du Klarheit. Absolviere dafür die folgenden Schritte:

In 5 Schritten zum idealen Geschäftsmodell für dein Online-Business

1. Kenne dich selbst

Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Gründung ist deine Persönlichkeit als Unternehmer. Viele Menschen übersehen diesen Schritt schlichtweg bei dem Vorhaben, ein eigenes Business aufzubauen. Dann wachen sie Jahre später auf und erkennen im schlimmsten Fall, dass sie noch unzufriedener sind, als damals im Hamsterrad.

Erspare dir das böse Erwachen und investiere deine Zeit in diesen wichtigen Schritt. Probiere im Zweifelsfall mehrere Dinge aus, um zu testen, was dir liegt.

Stelle dir die folgenden Fragen:

  • Welchen Lifestyle wünschst du dir? Schreibe dir einmal genau auf, wie dein idealer Tag aussehen soll, wenn dein Unternehmen erfolgreich ist.
  • Was ist deine Vision?
  • Warum willst du gründen?
  • Was sind die 5 wichtigsten Dinge, die du mit deinem Unternehmen erreichen willst?
  • Was sind deine Werte und wie willst du sie in deine Unternehmensstruktur integrieren?
  • Was ist deine Leidenschaft?
  • Welcher Unternehmertyp bist du? (Bist du der geborene Verkäufer? Liebst du es, Probleme zu lösen? Möchtest du dich kreativ ausleben und Dinge erschaffen? Bist du Experte auf einem Gebiet?)

2. Kenne deine Zielgruppe

Der nächste wichtige Schritt zu deinem idealen Geschäftsmodell besteht darin, deine Zielgruppe bis ins kleinste Detail zu definieren.

Wenn du dich selbstständig machst, arbeitest du nicht mehr an der Realisierung fremder Träume, du realisierst deine eigenen. Gleichzeitig tust du das nicht ausschließlich für dich selbst, sondern für deine Kunden. Dein Ziel hierbei ist, Mehrwert zu liefern. Dafür musst du wissen, für wen du eigentlich arbeitest. Frage dich also, wer deine Zielgruppe ist. Wie sieht dein idealer Kunde aus? Welches Problem hat er oder sie? Wie kannst du mit deinem Geschäftsmodell dazu beitragen, dieses Problem zu lösen? Und zwar besser als alle anderen?

Spezialisierung ist hierbei das A und O. Konzentriere dich auf eine ganz bestimmte Zielgruppe und achte darauf, dass nicht jeder dein Kunde sein könnte.

3. Definiere die Inhalte deines Business-Models

1. Definiere zunächst deine Geschäftsidee: Welchen Nutzen hat dein Unternehmen? Welchen Wert bietet es und für wen? Was macht dein Geschäftsmodell so einzigartig? Wie hilfst du Menschen mit deiner einzigartigen Idee weiter? Wie genau hebst du dich von deinen Mitbewerbern ab?

2. Frage dich als nächstes, in welcher Form du die Lösung des Problems an deine Zielgruppe herantragen möchtest. Lege fest, wie genau du deinen Kunden den Nutzen deiner Geschäftsidee vermitteln willst.

3. Zuletzt legst du fest, wie du deine Einnahmen generieren willst. Bezahlen dich deine Kunden direkt oder erzielst du indirekt Einnahmen zum Beispiel durch die Schaltung von Werbung oder durch Partnerprogramme?

Geschäftsmodelle für digitale Nomaden
Quelle: Green Chameleon / Unsplash

4. Was brauche ich dafür?

In diesem Schritt geht es darum herauszufinden, was du brauchst, um dein Geschäftsmodell zu realisieren. Dieser Schritt dient der groben Orientierung. Du kannst später noch variieren und anpassen.

Hilfreiche Fragen hierfür können sein:

  • Wie möchte ich mit meiner Zielgruppe in Kontakt treten?
  • Welche Technik benötige ich? (z. B. Website, Online-Zahlungssysteme)
  • Welche Marketingmaßnahmen kommen infrage?
  • Brauche ich Mitarbeiter?
  • Kann ich Aufgaben outsourcen?
  • Wenn ja, welche Aufgaben sind das und wer kann das erledigen?
  • Wie möchte ich meine Arbeitsprozesse messen? (z. B. Analysetools für Websites)
  • Welche rechtlichen & steuerlichen Voraussetzungen (Verträge, AGB, Gewerbe-, Umsatz-, Einkommenssteuer) muss ich beachten?

Mehr Informationen zu Gründung findest Du außerdem in diesem Artikel: Selbstständig werden – der ultimative Guide zur Existenzgründung

5. Finde ein Geschäftsmodell, mit dem du dich identifizieren kannst

Nachfolgend findest fünf verschiedene Möglichkeiten für ortsunabhängige Geschäftsmodelle. Frage dich dabei immer: Was passt zu dir und deiner Zielgruppe? Die folgenden Geschäftsmodelle können auch in Kombination realisiert werden.

1. Dienstleistung anbieten als Freelancer

Eine beliebte Möglichkeit ist der Start als Freelancer. Diese Variante wird von vielen Digitalnomaden zu Beginn bevorzugt. Du benötigst kaum Startkapital und kannst erst einmal ohne große Risiken testen, ob dieser Lifestyle wirklich deinen Vorstellungen entspricht. Darüber hinaus kannst du dir einen Kundenstamm aufbauen, deinen Expertenstatus ausbauen und später ein Unternehmen daraus entwickeln.

Ein Nachteil dieses Geschäftsmodells ist, dass deine zeitlichen Ressourcen begrenzt sind. Das heißt, du wirst kein Geld verdienen, während du in der Hängematte liegst, sondern nur, wenn du tatsächlich für deinen Kunden arbeitest.

Beispiele:

2. Ein skalierbares Onlinebusiness mit physischen oder digitalen Produkten

Bei diesem Geschäftsmodell hast du die Möglichkeit, für eine einmal getätigte Arbeitsleistung mehrere Kunden gleichzeitig zu bedienen. Das erreichst du, indem du physische oder digitale Produkte erstellst und diese theoretisch unendlich oft verkaufen kannst. Je mehr Reichweite und je konkreter du deine Zielgruppe definiert hast, desto besser.

Digitale Informationsprodukte wären zum Beispiel eBooks, Themes, Apps, Onlinekurse, Videos oder Plugins. Sowohl digitale als auch physische Produkte kannst du zum Beispiel bei Digistore24 anbieten.

Die Möglichkeiten bei physischen Produkte sind fast unbegrenzt. Du kannst sie selbst herstellen oder herstellen lassen. Selbst Lagerung und Versand musst du nicht selbst übernehmen, wenn du das nicht möchtest. Viele Online-Händler nutzen externe Dienstleister, Dropshipping und Verkaufsplattformen wie Amazon FBA.

Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, deine Produkte im eigenen Online-Shop anzubieten. Beliebte Lösungen dafür sind zum Beispiel Shopify oder WooCommerce. Achte dabei auf Datenschutzrichtlinien und dass dein Shop auf dem neusten rechtlichen Stand ist, sonst drohen Abmahnungen. Es lohnt sich, eine entsprechende Versicherung abzuschließen.

Ob digitale oder physische Produkte: Gib deiner Zielgruppe das, was sie wirklich braucht. Achte auf Nachhaltigkeit und fairen Handel. Das hebt dich von der breiten Masse ab. Lege außerdem Wert auf hochwertige und einzigartige Produkte.

Geschäftsmodelle für Dein Onlinebusiness
Quelle: bonneval sebastien / Unsplash

3. Werbung und Affiliate Marketing

Bei diesem Geschäftsmodell stellst du hochwertige Informationen kostenlos für deine Zielgruppe bereit. Hierfür kommen beispielsweise Blogs, Nischenseiten, YouTube oder Podcast infrage.

Wenn du mit diesem Geschäftsmodell Einkommen generieren möchtest, sind einige Faktoren zu beachten:

  • Du brauchst eine große Reichweite
  • Lege besonderen Fokus auf Suchmaschinenoptimierung
  • Sprich eine ausgewählte Zielgruppe an

Arbeite mit mehreren unterschiedlichen Werbe-Anbietern, Firmen oder Partnerprogrammen zusammen. Und es ist wichtig, dass du deine Zielgruppe nicht wahllos mit Werbung bombardierst, sondern auch mit hochwertigem Content versorgst.

Wenn du Produkte bewirbst, sprich auch über die kritischen Seiten. Erwähne also nicht nur die fantastischen Vorteile, sondern auch die Schwächen des Produkts. Das erzeugt Vertrauen bei deiner Zielgruppe. Mit anderen Worten: Handle mit bestem Wissen und Gewissen.

Links für Affiliate-Netzwerke sind z. B.:

Zum Thema Affiliate Marketing findest du außerdem in diesem Artikel mehr Informationen: Affiliate-Marketing für Reisende und digitale Nomaden. Für Anfänger sehr zu empfehlen ist außerdem der Onlinekurs “Affiliate-Marketing für Anfänger“ von Sven Scheuerle.

4. Kostenpflichtige Inhalte und Mitgliederbereiche

Liefere deiner Zielgruppe hochwertige, exklusive Informationen und lass dich direkt dafür bezahlen. Wenn du dir bereits als Experte einen Namen gemacht und deiner Zielgruppe etwas besonderes zu bieten hast, kann das sehr gut funktionieren.

Das kann beispielsweise mit Mitgliederbereichen oder kostenpflichtigen Newslettern realisiert werden. Viele Unternehmen bieten ihren Kunden gratis Basisversionen und darüber hinaus bezahlte Versionen an (z. B. YouTube oder Spotify). Weiterhin gibt es die Möglichkeit, dass bestimmte Zusatzleistungen vom Kunden hinzugebucht werden können.

Darauf solltest du achten: Veranschauliche die Vorteile für deine Kunden und sage ihm genau, welche Leistungen er für sein Geld erhält.

  • Binde Kundenbewertungen auf deiner Website ein, das schafft Vertrauen.
  • Biete die Möglichkeit einer kostenlosen Testphase an.
  • Achte bei Abos auf kurze Kündigungsfristen.

5. Plattformen und Netzwerke

Ein weiteres ortsunabhängiges Geschäftsmodell sind Plattformen, die Menschen zusammenbringen. Kunden und Anbieter mit ähnlichen Interessen treffen sich auf einem digitalen Marktplatz. Darunter zählen beispielsweise Foren und soziale Netzwerke.

Bekannte Plattformen sind zum Beispiel Airbnb, Reiseplattformen wie Expedia oder Immobilienplattformen wie ImmobilienScout24.

Die Monetarisierung dieses Geschäftsmodells erfolgt über Werbung, Affiliates, kostenpflichtige Mitgliederbereiche oder Provisionen.

Webdesign Angebot - Jenny Jaumann

Fazit

Gerade am Anfang gibt es bei den meisten Gründern unzählige Fragezeichen im Kopf. Nimm dir ausreichend Zeit für die Planung, das sorgt für Klarheit und Struktur. Und wenn du das richtige Geschäftsmodell für dein Online-Business gefunden hast, dann setze dir langfristige Ziele und Meilensteine und geh die ersten Schritte.

Deadlines helfen dir dabei, am Ball zu bleiben und regelmäßige Evaluationen deiner Business-Entwicklung zeigen dir auf, ob du noch auf Kurs bist. Auf dem Weg zum Ziel kannst du dein Geschäftsmodell außerdem immer noch anpassen oder mit weiteren Businessmodellen kombinieren.

2 Gedanken zu „In 5 Schritten zum Geschäftsmodell für dein Onlinebusiness“

  1. Sehr interessanter Beitrag!

    Ich möchte mir im Bereich Online Marketing auch ein eigenes Business aufbauen.
    Aktuell bin ich noch mit der Zielgruppenanalyse beschäftigt. Wie würdet ihr dabei am sinnvollsten vorgehen? Sich die verschiedenen Blogs, Facebook Gruppen der Konkurrenz anzuschauen um zu sehen, was die meist geteilten Themen sind und welche Fragen gestellt werden?

    Und wie würde dann der nächste Schritt aussehen, wenn man seine Zielgruppe definiert hat. Macht es Sinn, eine Website aufzubauen, wenn man noch gar kein Angebot und Community hat, um dann zB. mit einem Blog sich gezielt eine Zielgruppe aufzubauen und durch die Kommunikation und Erkenntnisse sein Angebot zielgerichtet zu erstellen?

    Wie legt man zudem am besten ein Angebot im Dienstleistungsbereich fest?

    Besten Dank für Eurer Feedback

    Antworten
    • Hi Marc,

      danke für Deinen Kommentar, freut mich, wenn ich damit schon ein wenig helfen konnte. ?

      Bzgl. Zielgruppenanalyse – die Punkte die Du bereits geschrieben hast, sind schon sehr gut. Allgemein könntest Du zu Deinem Thema mal googeln und schauen, welche Themen und Fragen dazu in Onlineforen behandelt werden. Genauso gibt es auf Facebook nicht nur Gruppen der „Konkurrenz“ sondern auch einfach themenspezifische Gruppen. Vielleicht gibt es für Deine Businessthemen auch Gruppen, in denen Du mal schauen kannst, welche Fragen und Probleme dort so besprochen werden. Gerade auf Facebook könntest Du Dir dann ja mal die Profile der Leute anschauen, die da aktiv sind – sind das eher Männer oder Frauen? In welche Alterklasse würdest Du sie einordnen? Etc., wenn Du die Möglichkeit hast, bietet sich auch eine direkt Umfrage an, die Du an potentielle Interessenten/Kunden Deines Businesses schicken und sie nach ihren Bedürfnissen, Fragen, Interessen usw. befragen könntest. Such Dir am besten mal ein oder zwei Varianten raus und starte damit. Mit der Zeit und Erfahrung im Business kannst Du dann ja auch irgendwann auf Statstiken von Website & Social Media zurückgreifen um zu schauen, wen Dein Content und Dein Angebot am meisten anspricht.

      Bzgl. Deinen zweiten Frage kommt es glaube ich auch stark auf Deine Zielgruppe an. Hast Du eher B2B Kunden, würde ich vlt schon eine erste kleine Website empfehlen und z. B. LinkedIn als Kanal. Wenn Du eher Privatpersonen ansprichst, eignen sich vlt eher Instagram oder Facebook. Je nach Branche gibts natürlich auch noch Twitter & Co. Also da vlt mal schauen, wo sich Deine Zielgruppe bewegt. Ich persönliche finde eine Website immer sinnvoll, weil sie einfach als professionelle Visitenkarte dient, auf der Du Dich und Dein Angebot in Deinem Stil vorstellen kannst. Theoretisch ist ein Blog für die Zielgruppenansprache gut, aber den aufzubauen und damit Reichweite zu generieren bedarf einiges an Ausdauer und Geduld. Also ich denke da wärst Du mit Werben in Facebook Gruppen, auf LinkedIn usw. schneller und einfacher für den Start. Ich habe meine ersten Kunden damals tatsächlich darüber gewonnen, dass ich mir eine Facebook-Businessseite erstellt und diese mit meinem privaten Profil und in Gruppen geteilt habe.

      Versuch bei Deinem Angebot nicht zu breit aufgestellt anzufangen. Konzentriere Dich am besten auf 2-3 Angebote, die Du zur Verfügung stellst. Das wird sich mit der Zeit sowieso noch verändern, aber so stellst Du sicher, dass Du Dich erstmal auf ein paar Bereiche spezialisierst und nicht von allem nur ein bisschen anbietest und lernst/Dich dort weiterentwickelt.

      Alles in allem ist das aber sehr individuell. Ich kann Dir auch nur ans Herz legen, mal eine Gründungsberatung zu machen. Die ist vielerorts kostenlos, dort kann dann nochmal auf Deine Businessidee persönlich eingegangen werden. ?

      Ich wünsche Dir viel Erfolg!!

      Liebe Grüße,
      Jenny

      Antworten

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