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Reiseblogs halten die fantastischen Erinnerungen fest, die du auf deinen Reisen sammelst, und laden deine Leser zum Träumen ein. Aber wo fängst du am besten an? Dieser Artikel zeigt dir, wie du deinen eigenen Blog erstellen kannst.

Warum möchtest du einen Reiseblog erstellen?

Ein Reiseblog bietet dir eine tolle Gelegenheit, um deine Erlebnisse festzuhalten und anderen Personen zugänglich zu machen. Jeder Reiseblogger besitzt seine ganz persönliche Motivation, um das eigene Projekt zu starten.

Bevor du dich ins Abenteuer stürzt, machst du dir deshalb am besten eine Liste mit allen Gründen, die für das Bloggen sprechen – denn deine Motive spielen eine wichtige Rolle bei weiteren Entscheidungen. Fühle dich nicht dazu gedrängt, etwas nur deshalb zu machen, weil andere es auch tun! Damit der Reiseblog wirklich dir gehört, lohnt es sich, grundsätzliche Entscheidungen selbst zu treffen.

Du kannst dir zum Beispiel darüber Gedanken machen, warum du dein Reisetagebuch als Blog und nicht als analoges oder digitales Tagebuch in einem einfachen Textdokument führen willst. Meistens sprechen einige Vorteile klar für einen Blog, denn die Einträge sind hier schön sortiert und ansprechend präsentiert.

Du kannst einen Post in Ruhe schreiben und zwischendurch speichern, bevor du ihn veröffentlichst. Nachträgliche Ergänzungen stellen innerhalb dieses Prozesses überhaupt kein Problem dar. Selbst nach dem Veröffentlichen kannst du einen Text noch nachträglich korrigieren, wenn es sein muss. Bei einem öffentlichen Reisetagebuch solltest du von dieser Funktion jedoch nur sparsam Gebrauch machen.

Was ist deine Vision für dein Reisetagebuch?

Wenn du herausgefunden hast, warum du bloggen möchtest, kannst du dir überlegen, worin eigentlich deine Vision besteht. Möchtest du ein privates Reisetagebuch führen, das den Blog als eine moderne Form nutzt, aber nur für dich sichtbar ist? Oder sollen ausgewählte Freunde und Verwandte deine Reiseabenteuer verfolgen können? Möchtest du einen öffentlichen Reiseblog starten?

Alle drei Varianten besitzen Vor- und Nachteile. Wenn du nur für dich bloggst, fehlt der soziale Austausch, aber dafür bleibt deine Privatsphäre gewahrt. Wenn dein Reiseblog hingegen für jeden zugänglich ist, stehst du in der Öffentlichkeit und kannst andere Menschen inspirieren. Dieser Schritt erfordert oft ein wenig Mut, ist aber heutzutage für die meisten nichts Außergewöhnliches mehr. Ein Blog, den du zum Beispiel durch ein Passwort schützt und nur mit bestimmten Personen teilst, bewegt sich zwischen diesen beiden Polen.

Überlege dir, was du deinen Lesern erzählen möchtest. Wichtig ist, dass du nicht nur anderen gefallen möchtest, sondern auch selbst Spaß am Schreiben findest. Wenn du viel reist, kannst du über jeden Urlaub und jeden Kurztrip berichten – vielleicht planst du aber auch die eine große Reise deines Lebens und möchtest diese dokumentieren.

Manche Reiseblogs beschäftigen sich ausschließlich mit Reisethemen. Dabei kann es sich um persönliche Erfahrungsberichte oder um Artikel über Länder und Kulturen handeln, aber auch um How-tos und Reisetipps. Dabei solltest du authentisch bleiben und überlegen, was du deinen Lesern bieten kannst. Je allgemeiner dein Blog ist und je mehr unterschiedliche Themen du neben dem Reisen aufgreifst, desto schwieriger wird es, eine spezifische Zielgruppe anzusprechen. Kleine Nischenblogs ziehen manchmal nur ein überschaubares Publikum an, das dafür jedoch sehr interessiert sein kann.

Nimm dir zudem etwas Zeit, um über einen geeigneten Namen für deinen Reiseblog nachzudenken. Achte darauf, dass dein Name nicht zu sehr einem bereits etablierten Blog ähnelt. Der Name sollte auf den ersten Blick zu erkennen geben, wovon dein Reisetagebuch handelt. Wenn du beispielsweise über deine Weltreise bloggst, kannst du das Wort „Weltreise“ oder ein Synonym im Titel verwenden. Ein knackiger Name bleibt leichter im Gedächtnis und wird bei der Auswahl der passenden Domain später noch einmal wichtig.

Reiseblog erstellen

Quelle: Kyle Glenn / Unsplash

Wer gehört zur Zielgruppe deines Blogs?

Wenn du für dich allein schreibst, besteht deine Zielgruppe aus dir selbst. Als angehender Reiseblogger, der für ein (semi-)öffentliches Publikum schreibt, solltest du jedoch einige Zeit darauf verwenden, deine Zielgruppe genauer zu definieren.

Alle, die einen Blog erstellen möchten, sollten sich eines immer wieder vor Augen führen: Es ist unmöglich, alle Menschen gleichzeitig zufriedenzustellen. Es wird immer Personen geben, die deinen Stil, deine Reiseziele oder deine Meinung kritisieren. Deshalb besteht die Kunst darin, genau die Personen zu erreichen, die du mit deinen Inhalten potenziell begeistern kannst. Jemand, der sich nicht für Frankreich interessiert, wird wohl kaum einem Blog über Ausflugstipps in Paris folgen.

Ein wichtiges Merkmal deiner Zielgruppe sind dementsprechend die Interessen, die diese Zielgruppe ausmachen. Darüber hinaus solltest du einige demografische Faktoren berücksichtigen: Wie alt sind die Personen, die du ansprichst? Schreibst du für Menschen eines bestimmten Geschlechts?

Da Reisen ein kostspieliges Hobby sein kann, solltest du dir überlegen, welche sozioökonomische Schicht dein Reiseblog anspricht – zum Beispiel Gutverdiener oder Menschen, die auf ihr Geld achten müssen, sich aber gelegentlich einen Urlaub leisten können. Auch der Bildungshintergrund kann ein relevantes Merkmal deiner Zielgruppe darstellen. Dies gilt vor allem dann, wenn du nicht nur über deine subjektiven Eindrücke schreibst, sondern auch ein bisschen Hintergrundwissen zum Urlaubsort vermitteln möchtest.

Wie kannst du den Reiseblog erstellen?

Manche Personen, die hervorragende Blogger wären, setzen ihren Plan nie in die Tat um, weil die technischen Aspekte des Bloggens sie abschrecken. Dabei ist die Technik nicht so kompliziert, wie es für Neulinge manchmal den Anschein hat. Ein modernes Reisetagebuch in Blogform muss nicht viel kosten. Schon für wenige Euro im Monat kannst du ein bescheidenes Webhosting-Paket inklusive einer Domain buchen. Als guten und zuverlässigen Hoster kann ich dir zum Beispiel ALL-INKL.COM sehr empfehlen.

Als Blogsoftware ist WordPress für viele Blogger die erste Wahl. WordPress ist sehr weit verbreitet, weil es leicht zu bedienen ist und viele Anleitungen existieren. Selbst Anfänger kommen oft nach kurzer Zeit damit zurecht. Trotzdem hast du bei einer eigenen WordPress-Installation alle Fäden selbst in der Hand und kannst frei über deinen Reiseblog entscheiden. Falls du auf den Geschmack kommst, kannst du sogar Anpassungen daran vornehmen. Wenn nicht, steht dir mit WordPress ein gängiges Content-Management-System zur Verfügung, mit dem du unkompliziert einen vielseitigen Blog erstellen kannst.

Die einzelnen Beiträge für dein Reisetagebuch schreibst du bei WordPress in einem Texteditor. Dort kannst du ähnlich wie in Word und anderen Schreibprogrammen Formatierungen vornehmen, um die Überschriften hervorzuheben oder einzelne Wörter kursiv zu markieren. Bilder und andere Medien kannst du ebenfalls in deine Beiträge einbinden, um deinen Reiseblog abwechslungsreich zu gestalten.

Eine sehr detaillierte Anleitung, wie du deinen Blog technisch aufbaust findest du außerdem hier: Blog erstellen: Die ultimative Anleitung für Anfänger

Welche Art von Beiträgen möchtest du schreiben?

Die Beiträge sind das Wichtigste an deinem Reiseblog. Deshalb solltest du ihnen bereits im Vorfeld etwas Aufmerksamkeit widmen. Entscheide dich für einen Stil, der sowohl zu dir selbst als auch zu deiner Zielgruppe passt und deine Vision am besten vermittelt. Ideal ist ein Schreibstil, der sowohl Informationen vermittelt als auch persönlich wirkt.

Dabei sollte der Unterhaltungsfaktor nicht zu kurz kommen: Immerhin möchten deine Leser sich nicht durch trockene Fachaufsätze quälen oder schulbuchartige Texte lesen. Das Schreiben ist jedoch eine Frage der Übung, sodass du mit der Zeit besser wirst. Bist du dir nicht sicher, wie so ein Stil aussehen kann? Dann schau dir einige Blogs an, die dir gut gefallen, und achte darauf, wie andere Blogger diese Frage lösen. Diese kleine Inspiration sollte allerdings nicht dazu führen, andere Blogger zu nachzuahmen! Entdecke deinen eigenen Stil und finde heraus, wie du dein persönliches Reisetagebuch optimal präsentierst.

In diesem Zusammenhang solltest du dich mit den Grundzügen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) beschäftigen. Im Internet findest du zahllose hilfreiche Artikel, die sich damit beschäftigen, wie Websites und Blogs besser von Google und anderen Suchmaschinen gefunden werden. Das Ziel besteht jedoch nicht darin, stumpf optimierte Texte zu fabrizieren. Google & Co. versuchen, ihren Nutzern Suchergebnisse zu liefern, die einen echten Mehrwert bieten. Langfristig besteht die beste SEO-Strategie deshalb darin, hochwertige Blogartikel zu schreiben. SEO-Tipps sollten niemals im Widerspruch zu einem guten Artikel stehen – doch sie können dir dabei helfen, herauszufinden, was „gut“ eigentlich bedeutet.

Dazu gehört einerseits die Verwendung von relevanten Begriffen und Synonymen, andererseits eine gute Strukturierung mittels Zwischenüberschriften. Auch fett hervorgehobene Schlagwörter, Listen und andere Formatierungen helfen sowohl echten Lesern als auch Suchmaschinen, deine Blogbeiträge zu erfassen.

Auf einer Reise sammelst du viele neue Eindrücke und Erfahrungen. Deshalb kann es sich lohnen, einen Reiseblog täglich zu füttern, solange die Erinnerungen noch frisch sind. Manchmal ergibt sich dazu jedoch keine Gelegenheit. Insbesondere auf sehr langen Reisen und Touren kann es eine Überlegung wert sein, nur ein- oder zweimal pro Woche ein größeres Update zu posten.

Viele Blogger sind anfangs hoch motiviert und können sich gar nicht vor den vielen Artikelideen retten. Häufig tritt anschließend jedoch eine Durststrecke ein. Bei der Planung deines Blogs kannst du dir eine Liste mit möglichen Themen erstellen, die dir über solche Lücken hinweghelfen. Mögliche Beitragsthemen für einen Reiseblog sind zum Beispiel:

  • Ankunftsbericht mit einigen Hintergrundinfos über den Ort
  • Hotelrezension
  • die fünf besten Museen vor Ort
  • ausführlicher Bericht über einen Ausflug
  • Tipps für Restaurants, Bars und Imbisse.
Reisetagebuch online erstellen

Quelle: Ibrahim Rifath / Unsplash

Wie gewinnst du neue Leser für deinen Reiseblog?

Eine der wichtigsten Quellen für neue Leser sind Suchmaschinen wie Google. Wenn du beim Schreiben deiner Beiträge einige SEO-Kriterien berücksichtigst, bist du bereits auf einem guten Weg. Allerdings kann es sein, dass deine regelmäßigen Besucher auf diese Weise nur langsam anwachsen. Je mehr Inhalte dein Reisetagebuch bietet, desto besser kann Google dich einschätzen. Unabhängig davon kann es eine Weile dauern, bis dein Reiseblog überhaupt von der Suchmaschine erfasst wird.

Als Ergänzung greifen viele Reiseblogger auf soziale Medien wie Twitter oder Instagram zurück, um eine höhere Reichweite zu erzielen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, Kontakte zu anderen Bloggern zu knüpfen. Beim Schreiben von Kommentaren auf anderen Websites hast du oft die Möglichkeit, einen Link zu deinem eigenen Blog zu hinterlassen.

Auch eine gezielte Zusammenarbeit mit anderen Bloggern in Form von Kooperationen und Gastartikeln ist möglich. Blogparaden, Awards und Stöckchen können dir ebenfalls dabei helfen, mehr Menschen auf deinen Reiseblog aufmerksam zu machen.

Für alle diese Maßnahmen ist es unverzichtbar, dass deine Beiträge und Fotos überzeugend wirken. Das gilt nicht nur für Gastbeiträge auf anderen Blogs, sondern natürlich auch für deinen eigenen Reiseblog. Nur wenn die Inhalte gut sind, kannst du die Leser in den Bann schlagen und dazu motivieren, immer wieder zurückzukehren.

Um deine Leser langfristig zu halten, ist es wichtig, dass sie dich nicht vergessen. Deshalb kannst du in deinen Reiseblog ein Widget für einen RSS-Feed einbauen oder einen Button einbinden, mit dem sich dein Reisetagebuch per Mail abonnieren lässt. Auf diese Weise verpassen deine Leser keinen Beitrag.

Ein Newsletter geht noch einen Schritt weiter und bietet zusätzliche Inhalte, zum Beispiel eine Zusammenfassung deiner Beiträge, bisher unerzählte Anekdoten aus vorherigen Reisen oder Urlaubsrezepte, die zu deinen Reisegeschichten passen.

Fazit: Dein Reiseblog kann in wenigen Schritten Wirklichkeit werden

Einen Reiseblog ins Leben zu rufen ist nicht schwer. Selbst absolute Anfänger können sich die technischen Grundlagen aneignen und mit einer eigenen WordPress-Installation einen Blog erstellen. Ein klares Konzept hilft dir, blogrelevante Entscheidungen zu treffen und einen eigenen Stil zu entwickeln.

Mit hochwertigen Beiträgen, die du dezent für Suchmaschinen optimierst und mit schönen Fotos anreicherst, erweckst du die Aufmerksamkeit von potenziellen Lesern und bindest sie langfristig an deinen Blog. Trau dich und beginne deine Reise als Reiseblogger!

Hast du schon eine Idee für deinen Reiseblog? Oder hast du bereits mit dem Bloggen angefangen? Schreib mir in den Kommentaren darüber!