Am 21. April wird Google ein neues Update herausbringen, das die Bedeutung von smartphone-tauglichen Webseiten erhöhen wird. Wenn du jetzt denkst, dass dich dies nicht interessieren muss, dann solltest du deine Rolle als online Unternehmer und Blogger noch einmal überdenken!

Warum das so wichtig ist? Nun, weil Google weiß, dass du und mittlerweile jeder zweite sein Smartphone nutzt, um Informationen im Web zu suchen und Webseiten deshalb entsprechend schnell auf dem Handy laden sollten. Denn unsere Aufmerksamkeitsspanne ist wie beim Lesen im Web genauso gering wie beim Warten, bis langsame Webseiten zu Ende laden: nämlich bei fast null!

Google sagt sogar, dass dieses Google Update eine größere Auswirkung haben wird als das große Panda Update, das zwischen 2011 und Ende 2014 ausgerollt wurde!

Du solltest dir diesen Beitrag also abspeichern und befreundeten Bloggern schicken, damit eure WordPress Webseiten und Blogs entweder gleich oder sogar besser nach dem Update ranken!

In den letzten paar Tagen habe ich viel an der Suchmaschinenoptimierung meines Blogs gearbeitet, um diesen für das neue Update vorzubereiten. Und diesmal hatte es wenig mit den richtigen Keywörtern zu tun!

Das sind die Punkte, dich ich bearbeitet habe, und die auch du in den nächsten Tagen unbedingt umsetzen solltest:

1. Mach deine WordPress Webseite und deinen Blog responsive!

“Mobile Responsive” bedeutet, dass deine Seite nicht nur auf dem Desktop gut aussieht, sondern sich auch an die Größe des Bildschirms der Smartphones deiner Besucher anpasst.

Hier gibt es einige Herangehensweisen, wie du dies bewerkstelligen kannst. Eine, die ich dir generell abrate ist, zwei verschiedene Seiten zu erstellen für Desktop und Mobile. Das führt dazu, dass Updates auf der einen Seite, aber nicht auf der andere Seite zu sehen sind, und du dir hierdurch mehr Arbeit auferlegst!

Update: Ob dein Theme mobile Responsive ist oder nicht, kannst du schnell hier von Google analysieren lassen! (Vielen Dank für den Tipp, Robin)

Deshalb solltest du dein bestehendes Design updaten oder aber jetzt auf ein neues Theme wechseln. Schau eimal auf Themeforest vorbei. Die meisten der Themes dort sind bereits mobile responsive!

2. Mach deine WordPress Seite schneller!

Unser Internet wird immer schneller. Egal ob das Wifi zu Hause oder der Empfang unterwegs. In vielen Ländern gibt es bereits 4G, aber das ist natürlich noch nicht die Norm. Viele Orte, wie die Berliner U-Bahn, schaffen es noch nicht einmal 3G zu liefern. Daher ist es wichtig, dass deine Seite so schnell wie möglich lädt. Egal wo!

Wie kannst du deine Seite also schneller machen?

Hierfür gibt es zwei sehr hilfreiche Tools, die ich genutzt habe, um die Geschwindigkeit von TravelWorkLive zu messen und zu analysieren:

1. Google PageSpeed
2. GTMetrix

Ich bin ein großer Freund von GTMetrix, da es dir einmal den Google PageSpeed (für Desktop) und den YSlow (Pendant von Google PageSpeed von Yahoo) liefert.

In wenigen Tagen bin ich von 86% PageSpeed Note und 72% YSlow Note auf 94% PageSpeed Note und 79% YSlow Note gesprungen.

wordpress suchmaschinenoptimierung

Ich habe hierfür vier Tools genutzt, die mir viel Arbeit gespart haben!

1. W3 Total Cache

Normalerweise wird deine Seite durch viele CSS, JavaScript Anfragen und verschiedene Widgets und Plugins erstellt, die auf verschiedene Datenbanken und Dateien zugreifen. Dies kostet aber entsprechend viel Zeit. Um dem etwas entgegen zu kommen, nutzen viele Blogger und online Unternehmer Caching Plugins auf ihren Webseiten und Blogs.

Ein Caching-Plugin erstellt quasi eine simple und statische HTML-Datei aus diesen vielen verschiedenen Dateien und Abfragen und speichert diese auf deinem Server zwischen. Ab sofort sieht dein Besucher also nicht mehr die Live-Seite, sondern eine zwischengespeicherte Kopie. Dabei kann die Kopie für ein paar Tage gespeichert werden oder aber auch für Minuten. Du kannst die Zeit einstellen, wie lange eine solche Seite zwischengespeichert wird!

Der große Vorteil ist, dass die Besucher eine einfache Seite erhalten und müssen so weniger Dantenbank-Anfragen durchführen, die lange dauern.

Es gibt viele verschiedene Caching Plugins und ich habe im Laufe der letzten paar Tage einige gratis und premium Plugins getestet und mich am Ende für W3 Total Cache entschieden!

Hier einige der Funktionen, die ich bei W3 Total Cache genutzt habe, um den Blog schneller zu machen:

1. Page Cache

Das solltest du immer aktivierten. Page Cache reduziert die Antwortzeit deines Servers!

2. Minify

Habe ich persönlich nicht genutzt, da einige meiner Plugins und auch mein Theme (Newspaper) Probleme hiermit hatten. Du solltest es aber auf jeden Fall einmal testen, ob du deine CSS und JS Dateien in einem zusammenfügen kannst!

3. Database Cache

Auch das habe ich nicht genutzt. Es reduziert das Laden bei Beiträgen, Seiten und im RSS Feed. Wird meistens als Ersatz vom Object Cache genutzt.

4. Object Cache

Steigert besonders die Leistung von sehr dynamischen Seiten.

5. Browser Cache

Ich weiß nicht ganz genau, was es macht, aber es hat meiner YSlow Note geholfen. Wenn ich es richtig verstehe, sagt es dem Browser, ob es auf eine gecachte Version zugreifen, oder die live Seite zeigen soll.

6. CDN (Content Delivery Network)

Hier kannst du deine statischen Dateien, also die, die sich nicht großartig verändern (CSS, Javascript, Bilder, etc…) auf externen Servern auf der ganzen Welt hosten, damit diese Dateien schneller an den Browser deiner Besucher geschickt werden.

2. Cloudflare

Um meinen Blog noch schneller zu machen, habe ich Cloudflare als CDN (Content Delivery Network) genutzt. Cloudflare ist für den Anfang gratis und hostet deine statischen Dateien (CSS. JV, Bilder, etc…) auf deren Servern auf der ganzen Welt. So können deine Leser noch viel schneller auf diese Dateien zugreifen und die Seite lädt schneller.

Um Cloudflare zu nutzen, musst du deinen Namenserver ändern. Bei All Inkl. reicht es, wenn du eine ganz einfache E-Mail an den Support schickst. Direkt nach der Einrichtung von Cloudflare kann es dazu kommen, dass All Inkl sagt, dass es nicht geht – versuche es einfach ein paar Stunden später erneut!

Hier ist ein ganz guter Beitrag, wie du W3 Total Cache mit Cloudflare verbindest!

3. WP Smush Pro

Dieses Plugin von WPMU komprimiert alle deine Bilder mit einem einfachen Klick und ersetzt diese dann direkt. Du musst also gar nichts machen und alle paar Wochen einmal reinschauen, um zu sehen, ob weitere Bilder komprimiert werden müssen!

Ich habe hierdurch meine bereits manuell optimierten Bilder, um weitere 5,87 MB reduziert!

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Tipp: Die Pro-Version des Plugins, kannst du eigentlich nur mit einem Abo von WPMU nutzen und diese kostet regulär 49,50 Dollar im Monat. Gehe in dein Backend, suche nach dem WP Smush.it Plugin und installiere die light Version. Kurz nach der Aktivierung, erhältst du eine Nachricht mit einem 90% Gutschein für dein Abo!

4. Support Camp

Mit Support Camp habe ich die fehlenden Bilder, die auf der Startseite waren, weiter optimiert und die richtigen Dimensionen im CSS und HTML eingestellt. Hierdurch habe ich mir unglaublich viel Zeit gespart und das Team hat einen super Job gemacht!

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3. Lass Google wissen, dass du deine Hausaufgaben machst!

Der letzte Schritt ist genauso wichtig, wie die ersten Zwei. Führe diese Änderungen schnell durch und warte nicht bis zum 20. April. Am besten ist es, wenn du diese Änderungen viel früher einschickst – hol dir Hilfe vom Support Camp, dort wird dir schnell geholfen!

Warum du das so schnell wie möglich machen solltest? Nun, Google musst deine Seiten crawlen und die Änderungen entsprechend indexieren und das dauert etwas Zeit. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du diese Änderungen vor dem 15. April einreichen. Somit kannst du sicher sein, dass deine Änderungen vor dem Update mit aufgenommen werden und du nicht bestraft wirst. Hoffentlich geht dein Traffic nach dem Update dann auch oben!

Sobald du diese Änderungen durchgeführt hast, solltest du dich in die Google Webmaster Tools einloggen und dein Webseitenprofil auswählen. Wenn du dies noch nicht erstellt hast, dann solltest du dies jetzt schnell machen!

Gehe dafür auf “Crawling” und klicke auf “Abruf wie durch Google”. Deine URL sollte dort bereits eingetragen sein.

Wähle nun im Dropdown Menü “Mobile:Smartphone” aus und klicke auf “Abrufen und Rendern”.

Sobald deine Seite abgerufen wurde und entsprechend gerendert wurde, kannst du diese an den Index senden. Hierdurch gehst du sicher, dass Google deine Seite vor dem Update noch einmal crawled und aufnimmt!

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Fazit:

Sollten deine Zahlen nicht gut aussehen, solltest du jetzt schnell handeln und deine Seite entsprechend schneller machen. Je eher du deine Seite schneller und responsive machst, desto besser wird die Besucherexperience und auch der Traffic auf deiner Seite.

Solltest du Probleme mit der Einrichtung dieser Plugins haben, rate ich dir, dich bei Support Camp (30 Euro Gutscheincode mit “TRAVELWORKLIVE”) anzumelden oder dir einen Entwickler über Elance oder oDesk zu suchen!

Ist deine Seite bereits schnell genug?