Der letzte Monat war für mich einer der krassesten Monate in den letzten paar Jahren. Ich musste viele dieser Dinge erste einmal verarbeiten und das hat entsprechend Energie gekostet. Deshalb war es hier etwas ruhiger als in den ersten 6 Monaten seit Launch des Blogs!

Es fällt mir etwas schwer in diesem Beitrag Struktur reinzubringen. Statt zuerst das Outline zu schreiben, wie ich es sonst mache, schreibe ich einfach darauf los und versuche meinen Gedanken freien lauf zu lassen und werde im Nachhinein wahrscheinlich wenig bis gar nichts umändern.

Fakt ist, ich war etwas verloren und wusste nicht wirklich wohin mit mir.

1. Keine Einnahmereports mehr!

Während ich von vielen viel positives Feedback über meine Transparenz bezüglich der Zahlen und meinen Einnahmereports erhalten habe, habe ich gleichzeitig aber auch sehr viel Gegenwind bekommen. Von Unbekannten, die Kontoauszüge sehen wollten, aber auch von Freunden, die meinten, dass Deutschland das falsche Land sei, um solche Zahlen öffentlich preiszugeben. Ich habe Monatelang dagegen gehalten und spätestens als mein Steuerberater gesagt hat, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, habe ich eingesehen, dass ich meine Einnahmereport einstellen sollte – und genau das mache ich von nun an auch.

Der Hauptgrund sind aber nicht der ganze Steuerkram, denn hier mache ich alles richtig und habe wirklich nichts zu verbergen. Sondern ich merke einfach mehr und mehr, wie solche Zahlen Druck aufbauen und Neid erzeugen. Meine Blogs sind und sollen Orte der Inspiration sein und keine negativen Gefühle erzeugen. Und Neid ist definitiv ein sehr negatives Gefühl. Es ist dieses Gefühl von Druck auf der Brust, welches immer schwerer wird und man irgendwann das Herz spürt, wie es auf die Brust klopft…

Außerdem kann ich in diesen Monatsreports nie klar genug machen, wie viel Arbeit ein solcher Blog beansprucht und der Hauptfokus wird immer auf die Zahlen gelegt. Die ganze Arbeit, die eigentlich dahinter steckt, und auch die negativen Dinge, die nunmal dazu gehören, kommen dabei viel zu kurz. Dabei kann man gerade von solchen Sachen, die nicht so gut funktionieren, besonders viel lernen!

Aus diesen Gründen werde ich ab sofort keine Monatsreports mehr veröffentlichen. Wenn du trotzdem wissen willst, wie viel mit einem solchen Blog auf Dauer verdient werden kann, kannst du dir bei Selbstständig Im Netz die monatlichen Reports von anderen Bloggern ansehen.

2. Ich gebe Off The Path ab!

Ich war letzte Woche auf einem Mastermind mit 8 anderen Online Unternehmern in einem Fischerort namens Sitges 30 Minuten außerhalb von Barcelona. Das Mastermind war wirklich geil, und wir haben uns alle von der ersten Sekunde super verstanden und hatten ein tolles Wochenende!

Jeder von uns musste auch in einen sogenannten Hotseat, bei dem jeder eine Frage, die einem momentan am meisten beschäftig, klären kann. Bei mir ging es um meinen anderen Blog Off The Path, für den ich einfach nicht mehr so viel Energie aufbringen kann. Er ist irgendwie immer noch wie mein eigenes Baby, das nun groß geworden ist, und das ich nicht einfach so im Regen stehen lassen will. Aber anderseits habe ich mich mittlerweile so weiter entwickelt, und bin von der Reisebloggerszene auch mehr und mehr in die Welt der digitalen Nomaden gerutscht, wo ich mich nun auch viel mehr Zuhause fühle. Deshalb wollte ich wissen, was mir die anderen empfehlen. Soll ich Off The Path weiterführen, was meine anderen Ideen und Projekte natürlich aufhält, oder soll ich ihn gar ganz aufgeben, was ich aber irgendwie auch nicht übers Herz kriege?

Tja, und die Lösung ist manchmal so simpel, dass ich mich frage, warum ich da nicht schon längst selbst drauf gekommen bin! Ich werde weder das Eine, noch das Andere machen, sondern suche mir nun einen Projekt Manager für Off The Path, der alles rund um den Blog übernimmt. Wie eine Art Babysitter also! Deshalb habe ich mich nach dem Mastermind direkt hingesetzt und eine Stellenausschreibung für den Blog geschrieben und führe die Tage auch schon die ersten Jobinterviews.

Diese Entscheidung hat mir unglaublich viel Druck von den Schultern genommen, und ich bin jetzt echt mega happy. Dieser Druck war irgendwie immer da, aber ich wusste nie woher er wirklich kam.

3. Blogpreneur wird rocken!

Irgendwie hat mich der Blog Camp Onlinekurs und alle Entscheidungen drumherum ein wenig blockiert. Auch wenn dort mittlerweile fast alles automatisch läuft und ich nur noch hier und da ein wenig dran arbeiten muss, habe ich mich einfach nicht getraut, einen neuen Onlinekurs zu entwickeln.

Jetzt, nachdem super positiven Feedback zur 30-Tage Newsletter-Challenge und dem geilen Mastermind in Sitges, fühle ich mich aber endlich in der Lage, dieses neue, große Projekt mit Line anzugehen. Und ich freue mich mega darauf!

Das Konzept steht und die ersten Lektionen sind bereits geschrieben. Der Erste von vielen Onlinekursen geht um Informationsprodukte und wie du deine eigenen Onlinekurse und eBooks so richtig rocken kannst! Bist du bei Blogpreneur dabei?

4. Mehr Zeit für mich und etwas für dich!

Ich hatte Anfang des Jahres einen Beitrag geschrieben über meine Pläne für dieses Jahr. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit seitdem vergangen ist, aber ich bin auf einem guten Weg meine 5 Punkte umzusetzen. Ich werde mich ab sofort mehr auf Blogpreneur konzentrieren, dem neuen Projekt Manager Off The Path mehr und mehr überlassen, und versuchen, mich nicht ständig abzulenken.

Außerdem will ich diese Freiheit, die Line und ich uns erarbeitet haben, mehr ausnutzen, weniger Zeit drinnen in dunklen Wohnungen wie in Berlin und Barcelona verbringen und mehr Zeit draußen in der Natur!

5. Neue Survey Lead Generator Version

Nachdem ich den Survey Lead Generator im März endlich gelauncht hatte, regnete es auf einmal viel Kritik auf mich. Denn ein Freund von mir, der selbst Blogger ist und ein ähnliches Tool entwickelt hatte, verbreitet auf einmal böse Gerüchte über mich, die ihren Weg dann natürlich auch zu mir fanden.

Das hat mich eine sehr lange Zeit beschäftigt und auch richtig runtergezogen. Denn mir wurde vorgeworfen, ich hätte das Tool und den dazugehörigen Code komplett geklaut und ich würde es nun aus Profitgeilheit weiter verkaufen.

Dabei ist der Code ein komplett anderer, die Funktionen neu und die Umsetzung ganz anders. Zudem hatte ich von meinem Freund sogar die Empfehlung bekommen, den selben Programmierer zu nutzen, und wir waren währenddessen auch im Kontakt. Dennoch wurden mir böse Dinge nachgetragen, und als das Thema vor einigen Wochen auch auf der DNX aufkam, musste ich etwas tun.

Ich dachte ehrlich, dass ich das nie machen würde, aber ich habe einen Anwalt eingeschaltet, der alles geprüft hat, und ich habe auch nochmals den Programmierer gefragt, ob der Code tatsächlich nicht der selbe ist. Ich weiß nun sicher, dass ich nichts Falsches oder gar Böses gemacht habe, nichts kopiert habe und auch nicht so über mich herziehen lassen muss.

Das zu wissen, und mit mir selbst im Reinen zu sein, tut unheimlich gut, und nun ist auch eine zweite, große Last von meinen Schultern gefallen!

Da ich allerdings nicht mega happy mit meinem Programmierer war, und noch so einige Ideen für den Survey Lead Generator habe, habe ich mir nun einen neuen, besseren Programmierer gesucht, der das Plugin noch weiter entwickelt und optimiert.

Es wird also bald eine neue, noch geilere Version geben, mit vielen neuen Funktionen. Zum Beispiel wird dann auch Klick-Tipp unterstützt und es können unterschiedliche Umfragen für verschiedene Blog-Seiten erstellt werden – richtig geil!

Ein lehrreicher Monat

Und somit beende ich den Juni als einen sehr lehrreichen Monat und schließe das erste halbe Jahr nun endlich mega happy ab. Zwar wird es hier nun vielleicht ein wenig ruhiger und dafür etwas aktiver auf dem Blog von Blogpreneur, aber ich bin natürlich immer noch da! Entweder hier, dort oder auf YouTube, wo wir ab morgen wieder täglich vloggen und zwar 14 Tage lang aus Südtirol!

Ich freue mich nun sehr auf die nächsten 6 Monate, da vieles ansteht. Flüge nach Thailand und Südafrika sind gebucht, Wohnung ist gekündigt und nun heißt es den ganzen bürokratischen Kram erledigen, damit Line und ich bald vogelfrei sind und die Welt genießen können!

An dieser Stelle auch ein großes Danke an alle, die mir regelmäßig aus dem Nichts super nette E-Mails schreiben und sich bei mir aber auch bei anderen Bloggern für die ganze Arbeit bedanken. Es ist unglaublich viel Zeit und Energie, die wir Blogger täglich in unsere Blogs investieren, damit du als Leser auch einen wirklichen Mehrwert bekommst. Und dann tut es manchmal echt gut, so tolle E-Mails zu bekommen!

Fazit:

Auch nach 4 Jahren als Blogpreneur läuft es nicht immer ganz rund. Jeder muss ab und zu zwei Schritte zurück gehen, um dann wieder drei Schritte vorwärts gehen zu können. Aber am Ende des Tages wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende! In diesem Sinne solltest du immer versuchen den Kopf nicht hängen zu lassen und dich auf die positiven Dinge im Leben, aber auch im Business zu konzentrieren!

Wie läuft dein Jahr? Bist du deinen Zielen einen Schritt näher?