Mit dem Blog Geld verdienen: So bekommst Du dank der VG Wort Geld für Deine Blogartikel!

Nachdem es längere Zeit etwas still hier war, möchte ich mich heute mit einem Tipp für (angehende) Blogger:innen wieder zurückmelden. Denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du mit Deinem Blog Geld verdienen kannst – eine davon ist die VG Wort. Schon mal davon gehört? 😉

Wenn Du regelmäßig bloggst und Deine Artikel jeweils 1.800 Zeichen oder mehr umfassen, dann ist die VG Wort für Dich auf jeden Fall einen Blick wert. Denn als Blogger:in kannst Du mit der VG Wort Geld verdienen, wenn Deine Posts einige Kriterien erfüllen und oft genug gelesen werden.

Was genau die VG Wort ist und wie das Geld verdienen mit einem Blog darüber funktioniert, erfährst Du in diesem Artikel. Viel Spaß!

Kurz vorgestellt: Die VG Wort

Raubkopien und Piraterie sind online ein großes Ärgernis. Manche Kopien sind jedoch legal – zum Beispiel, wenn ein:e Leser:in einen Blogartikel für sich selbst ausdruckt, um ihn später offline lesen zu können. Aufgrund des Urheberrechts können Urheber:innen für diese legale Nutzung von Texten jedoch eine indirekte Vergütung erhalten.

Für die Verteilung des Geldes ist die „Verwertungsgesellschaft Wort“ zuständig – kurz VG Wort. Die VG Wort nimmt Geräteabgaben auf Drucker, USB-Sticks, Kopierer und ähnliche Geräte ein. Dieses Geld wird nach festgelegten Regeln an Autor:innen, Übersetzer:innen und Verlage verteilt. Auch als Autor:in von Onlinetexten kannst Du Dich bei der VG Wort registrieren.

Geld verdienen mit der VG Wort

Damit Du als Blogger:in in den Genuss der VG-Wort-Ausschüttungen kommen kannst, musst Du Dich als Urheber:in online registrieren. Über ein Portal namens TOM erhältst Du die sogenannten Zählmarken. Dabei handelt es sich um kleine HTML-Codes, die Du in Deine Blogartikel einbauen kannst. Dabei erhält jeder Text seine eigene Zählmarke.

Wenn ein:e User:in einen solchen Text auf Deinem Blog aufruft, wird der HTML-Code ebenfalls geladen und ein Bild auf einem Server der Verwertungsgesellschaft aufgerufen. Das Bild ist nur je einen Pixel hoch und breit – deshalb fällt es praktisch nicht auf. Die VG Wort kann dadurch jedoch zählen, wie oft das Bild (und damit auch der Artikel) aufgerufen werden. Diese Zahl benutzt die Verwertungsgesellschaft als Grundlage, um die Kopierwahrscheinlichkeit zu schätzen – denn darauf basiert das Verteilungssystem.

Voraussetzungen: Textlänge und Zugriffszahlen

Damit Du überhaupt mit einem Blogpost mit der VG Wort Geld verdienen kannst, muss Dein Post bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zum Beispiel darf der Text nicht kopiergeschützt sein oder in Form eines Bilds vorliegen.

Darüber hinaus muss Dein Text mindestens 1.800 Zeichen lang sein. Eine Ausnahme gibt es nur für Gedichte, bei denen der Umfang keine Rolle spielt. Du darfst nicht mehrere kurze Texte zusammenfassen, um auf die erforderliche Länge zu kommen.

Die Zugriffszahlen müssen außerdem eine festgelegte Schwelle überschreiten. In den letzten Jahren lag der sogenannte Mindestzugriff bei 1.500 Aufrufen aus Deutschland pro Text. Diese Schwelle wird allerdings jährlich neu festgelegt und gilt dann für das zurückliegende Jahr.

Wenn Du sehr lange Blogartikel schreibst, die mehr als 10.000 Zeichen umfassen, genügt der anteilige Mindestzugriff. Deine Texte können im HTML-Format vorliegen, wie es bei den meisten Internetseiten der Fall ist. Doch auch PDF- und ePub-Dateien darfst Du mit einer Zählmarke ausstatten.

Reguläre Ausschüttung und Sonderausschüttung

Der Normalfall: Dein eigener Blog mit Zählpixeln

Der Normalfall sieht so aus, dass Du Dich bei der VG Wort und dem Portal TOM anmeldest und wie oben beschrieben die Zählmarken in Deine Blogposts einbaust. Wenn Du das machst, hast Du die später die Chance, bei der regulären Ausschüttung berücksichtigt zu werden.

Wenn einer Deiner Blogartikel die Zugriffsschwelle überschreitet und alle grundlegenden Bedingungen erfüllt, kannst Du ihn im nächsten Jahr über das Portal TOM melden. Dazu loggst Du Dich ein und füllst fristgerecht das entsprechende Formular aus – für jeden Text einzeln. Die Hauptausschüttung, bei der Du Dein Geld erhältst, findet für Onlinetexte im Oktober statt.

An der regulären Ausschüttung kannst Du auch teilnehmen, wenn Dein Text auf einer Website erschienen ist, die nicht Dir gehört, sondern einem Verlag. Der Verlag muss dazu jedoch Zählmarken eingebaut haben und Deinen Text rechtzeitig bei der VG Wort melden. Du selbst bestätigst diese Meldung dann nur noch.

Der Sonderfall: Texte auf anderen Websites ohne Zählmarken

Wenn Du einen Text für eine andere Website geschrieben hast und diese Website keine Zählmarken der VG Wort verwendet, kannst Du an der Sonderausschüttung teilnehmen. Die Frist dafür ist am 31. Januar des Folgejahres.

Das heißt: Wenn Dein Artikel im Jahr 2021 auf einer Website aufrufbar ist, die nicht Dir selbst gehört und auch keine Zählpixel verwendet, dann kannst Du den Artikel im Jahr 2022 bis zum 31. Januar melden.

How-to: Bei der VG Wort registrieren und (hoffentlich) Geld verdienen

Mit dem Blog Geld verdienen: VG Wort Anmeldung
Bild von Romain Dancre auf Unsplash

Die VG Wort stellt selbst zwei umfangreiche PDF-Dokumente mit Anleitungen und Hilfen zur Verfügung. Die Informationen, die auf Dich zutreffen, solltest Du Dir unbedingt gründlich ansehen, bevor Du loslegst. In den PDFs werden auch zahlreiche Details und Sonderfälle angesprochen, die hier den Rahmen sprengen würden.

VG Wort Anmeldung – Schritt 1: Registrieren

Wenn Du das grundlegende Prinzip verinnerlicht hast, kannst Du Dich unter tom.vgwort.de registrieren. Nimm Dir dafür ausreichend Zeit. Du musst einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abschließen, wenn Du bisher noch keinen hast.

VG Wort Anmeldung – Schritt 2: Vertrag abschicken

Im Rahmen der Registrierung wirst Du aufgefordert, einige Unterlagen auszudrucken, zu unterschreiben und an die VG Wort zu schicken. Du erhältst eine E-Mail, sobald die Verwertungsgesellschaft Deine Unterlagen bearbeitet hat und Deinen Account freischaltet.

VG Wort Anmeldung – Schritt 3: Zählmarken einfügen

Wenn Du Dich bei TOM einloggst, findest Du im linken Menü den Punkt „METIS“. Dabei handelt es sich um das Meldesystem für Texte auf Internetseiten. Als Unterpunkt ist dort die Zählmarkenbestellung aufgeführt. Du kannst derzeit bis zu 4.000 Zählmarken pro Jahr anfordern.

Für jeden Blogartikel, der die grundlegenden Bedingungen erfüllt, benötigst Du eine einzelne Zählmarke. Du kopierst Dir den Code der Zählmarke einfach und fügst ihn an einer geeigneten Stelle in Deinen Onlinetext ein. Die Zählmarke muss dabei so integriert werden, dass sie nur aufgerufen wird, wenn jemand einen einzelnen Text anklickt. Der Teaser ist dafür nicht geeignet! Die VG Wort empfiehlt, die Zählmarke am Ende des Textes einzufügen. Viele Blogger fügen sie auch weiter oben, aber stets unterhalb des Teasers ein – denn dieser wird auch auf Übersichtsseiten angezeigt, wo die Zählmarke noch nicht geladen werden darf.

Bei WordPress.com und einigen anderen gängigen Blogplattformen kannst Du einfach zur HTML-Ansicht des Editors wechseln, um die Zählmarke z. B. am Textende einzufügen. Dasselbe gilt für eigene WordPress-Installationen.

VG Wort Anmeldung – Schritt 4: Zählmarken dokumentieren

Du solltest dokumentieren, wo Du welche Zählmarke verwendest. Lege dazu am besten eine Excel-Tabelle an. Auch bei TOM kannst Du bereits vor der eigentlichen Meldung vermerken, welche URL zu einer Zählmarke gehört. Die richtige Meldung ist meistens erst ab Januar des nächsten Kalenderjahres möglich.

VG Wort Anmeldung – Schritt 5: Zählmarken melden

Für die eigentliche Meldung klickst Du auf „Suche in eigenen Zählmarken“ und lässt Dir die Zählmarken anzeigen, bei denen der Mindestzugriff erreicht oder anteilig erreicht wurde. Letzteres ist für Texte wichtig, die aus mehr als 10.000 Zeichen bestehen. Wenn keiner Deiner Onlinetexte mehr als 10.000 Zeichen hat, ist für Dich nur interessant, welche Zählmarken den Mindestzugriff vollständig erreicht haben.

Wenn eine Zählmarke den Mindestzugriff im Vorjahr erreicht hat, kannst Du sie anklicken und „Meldung erstellen“ auswählen. Fülle das Formular sorgfältig aus, kontrolliere alles und schicke die Meldung ab. Viele Angaben erklären sich von selbst – doch gerade am Anfang kann es sinnvoll sein, wenn Du gleichzeitig das aktuelle Hilfs-PDF geöffnet hast, das ich Dir am Anfang dieses Abschnitts verlinkt habe. Bei der Meldung sollte Dir kein Fehler unterlaufen, da Du schlimmstenfalls von der Verteilung ausgeschlossen werden kannst.

Plugin-Empfehlung um Zählmarken zu setzen & melden

Wenn Du die oben genannten Schritte nicht händisch machen möchtest, dann kann ich Dir das Plugin „Worthy – VG-Wort Integration für WordPress“ zum Setzen und Melden der VG Wort Zählmarken empfehlen.

Bereits in der kostenlosen Variante kann es Dir einiges an Arbeit abnehmen:

  • Integration mit Bewertung in der Beitragsübersicht von WordPress
  • Native Integration in Gutenberg und Classic-Editor von WordPress mit Zeichenzählung
  • Bulk-Funktionen für Beiträge zum Zuordnen von Zählmarken oder Ignorieren für Worthy
  • Import von Zählmarken aus CSV-Datei
  • Export von Zählmarken in CSV-Datei, auch mit Beitrags-ID und -Überschrift
  • v.m.

Die Premium-Variante übernimmt dann fast alles vollständig für Dich, auch die Meldung an die VG Wort aus WordPress heraus. Du musst lediglich alles nochmal gegenprüfen und die Meldung mit wenigen Klicks freigeben.

Die Premium-Features von Worthy:

  • Bestellen von Zählmarken aus WordPress heraus
  • Synchronisation von Zählmarken (z.B. „Mindestzugriff erreicht“)
  • Recherche nach Zählmarken und Beiträgen anhand des Zählmarken-Status
  • Anlegen von Webbereichen
  • Automatisches Erstellen von Meldungen
  • v.m.

Für die Premium-Version gibt es auch eine kostenlose Testphase von 7 Tagen. Die Preise für die Premium-Version sind auch super günstig und variieren je nach gewählter Laufzeit:

  • 1 Jahr 10,00 €
  • 2 Jahre 19,00 €
  • 3 Jahre 27,00 €

Was bringt Dir die VG Wort – und welche Nachteile hat das Verfahren?

Mit dem Blog Geld verdienen: VG Wort Vorteile
Bild von Dylan Gillis auf Unsplash

Die VG Wort stellt eine seriöse Möglichkeit für Blogger:innen dar, um für ihre Texte Geld zu erhalten. Ähnlich wie bei der GEMA und andere Verwertungsgesellschaften sind die genauen Verteilungsregeln allerdings nicht unumstritten. So gehen beispielsweise sehr kleine Blogs, deren Posts nicht den festgelegten Mindestzugriff erreichen, leer aus.

Der Aufwand ist einer der häufigsten Nachteile, die Blogger:innen über die VG Wort vorbringen. Wenn Du sehr viele Texte melden kannst, steigt der Aufwand für die Eingabe im TOM-Portal – wenn Du im ungünstigsten Fall gar keinen Text melden kannst, hast Du Dich umsonst mit der Registrierung und allen Formalitäten beschäftigt. Besonders das Einbinden der Zählmarken ist etwas nervig und aufwändig, aber dafür gibt es ja wie bereits erwähnt hilfreiche Plugins. 😊

Der Inhalt und die Qualität Deiner Blogartikel spielen für die VG Wort übrigens keine Rolle. Allerdings muss Dein Artikel den grundlegenden Ansprüchen des Urheberrechts genügen. Dazu gehört zum Beispiel die Schöpfungshöhe: Einfach nur das ABC zu kopieren, wäre sicherlich keine schützenswerte Eigenleistung.

Wenn Du mit der VG Wort Geld verdienen möchtest, sollte Dir bewusst sein, dass es sich dabei um eine relativ unsichere Einnahmequelle handelt. Die entscheidenden Parameter wie der Mindestzugriff können sich jedes Jahr ändern und sind nicht im Voraus festgelegt. Darüber hinaus musst Du sehr lange auf das Geld warten: Für einen Text, der im Jahr 2020 online ist, erhältst Du erst im Herbst 2021 eine Vergütung – und auch nur, wenn der Text alle Hürden nimmt und Du ihn rechtzeitig gemeldet hast.

Viele dieser Punkte klingen negativ, aber der größte Vorteil wiegt dafür schwer: Für die Blogartikel, die Du melden kannst, erhältst Du Geld. Für manche Blogger:innen lohnt sich der Aufwand, obwohl die Vergütung pro Text sich ebenfalls jedes Jahr ändert. 2020 betrug sie beispielsweise 40 Euro, für 2021 werden es dann so wie es aussieht sogar 45 Euro sein: VG Wort Hauptausschüttung.

Welches Fazit lässt sich daraus ziehen?

Bei alldem solltest Du im Hinterkopf behalten, dass es bei der VG Wort nicht um das schnelle Geld geht. Viele Blogger:innen, die die Zählmarken der VG Wort nutzen, betrachten die Vergütung lediglich als Bonus. Für manche Blogger:innen stellen diese Einnahmen ein nettes Taschengeld dar, für andere lohnt sich der Aufwand finanziell deutlich.

Wäre die Anmeldung bei der VG Wort für Dich eine Option? Hast Du bereits eigene Erfahrungen mit den Zählpixeln gesammelt? Erzähl mir gerne in den Kommentaren davon. 😊

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