Die französische Mittelmeerinsel Korsika zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen Europas und bietet eine perfekte Mischung aus traumhaften Stränden, beeindruckenden Bergen und authentischer Kultur. Während viele Reisende den bequemen Flug wählen, entscheiden sich immer mehr Urlauber für die Anreise mit der Fähre. Diese Variante bietet nicht nur die Möglichkeit, das eigene Auto mitzunehmen, sondern macht die Reise selbst zu einem Teil des Urlaubserlebnisses. Die Überfahrt über das Mittelmeer vermittelt bereits beim Anlegen das besondere Inselgefühl und ermöglicht eine flexible Gestaltung des Aufenthalts vor Ort.
Die wichtigsten Fährverbindungen nach Korsika
Mehrere Reedereien bieten regelmäßige Verbindungen von verschiedenen europäischen Häfen nach Korsika an. Von Italien aus starten Fähren hauptsächlich von Livorno, Savona und Genua, während von Frankreich aus die Häfen Nizza, Toulon und Marseille die wichtigsten Abfahrtsorte darstellen. Die Überfahrtszeiten variieren je nach Strecke erheblich: Während die Korsika Fähre von Nizza nach Bastia bereits nach etwa fünfeinhalb Stunden ihr Ziel erreicht, dauert die Fahrt von Marseille nach Ajaccio rund zwölf Stunden.
Auf korsischer Seite stehen vier Haupthäfen zur Verfügung: Bastia im Norden, Ajaccio im Westen, Calvi im Nordwesten und Porto-Vecchio im Süden. Die Wahl des Zielhafens sollte sich nach Ihrer geplanten Reiseroute auf der Insel richten, um lange Anfahrtswege zu vermeiden. Wer beispielsweise die Strände im Süden erkunden möchte, ist mit Porto-Vecchio gut beraten, während Bastia ideal für die Erkundung des Cap Corse ist.
Buchung und Preisgestaltung optimal planen
Die Fährpreise nach Korsika unterliegen starken saisonalen Schwankungen. In der Hochsaison von Juli bis August können die Kosten deutlich höher ausfallen als in den Nebensaisonmonaten. Frühbucher profitieren oft von attraktiven Rabatten, die bis zu 30 Prozent betragen können. Generell gilt: Je früher Sie buchen, desto günstiger wird Ihre Überfahrt.
Bei der Preiskalkulation sollten Sie neben dem Grundpreis für Passagiere auch die Kosten für Ihr Fahrzeug einplanen. Die Preise richten sich nach der Fahrzeuglänge, wobei Wohnmobile entsprechend teurer sind als PKW. Zusätzliche Kosten entstehen für Kabinen bei Nachtfahrten sowie für Haustiere, die auf den meisten Fähren gegen Aufpreis mitreisen dürfen.
Kabinen, Sitzplätze und Komfort an Bord
Für Tagesüberfahrten reichen in der Regel Sitzplätze aus, die Sie in verschiedenen Bereichen des Schiffes finden. Bei längeren Nachtfahrten empfiehlt sich jedoch die Buchung einer Kabine, um ausgeruht auf der Insel anzukommen. Die Reedereien bieten unterschiedliche Kabinenkategorien an, von einfachen Innenkabinen bis hin zu komfortablen Außenkabinen mit Meerblick.
Moderne Fährschiffe verfügen über diverse Annehmlichkeiten wie Restaurants, Cafés, Shops und teilweise sogar Schwimmbäder oder Wellnessbereiche. WLAN ist auf vielen Schiffen verfügbar, allerdings oft kostenpflichtig. Für Familien mit Kindern gibt es meist spezielle Spielbereiche, die die Überfahrt kurzweiliger gestalten.
Praktische Tipps für eine reibungslose Überfahrt
Planen Sie ausreichend Zeit für die Anreise zum Hafen ein und erscheinen Sie mindestens zwei Stunden vor Abfahrt am Check-in. Besonders in der Hochsaison kann es zu Verzögerungen kommen. Packen Sie wichtige Dokumente wie Reisepass, Führerschein und Buchungsbestätigung griffbereit ein.
Für die Überfahrt selbst empfiehlt es sich, Proviant mitzunehmen, auch wenn es gastronomische Angebote an Bord gibt. Denken Sie an Medikamente gegen Seekrankheit, falls Sie empfindlich sind. Mit guter Vorbereitung wird Ihre Fährüberfahrt nach Korsika zu einem entspannten Start in einen unvergesslichen Urlaub.


