Seit 3 Jahren bin ich nun als Digitaler Nomade selbstständig und habe meine Buchhaltung früher nie wirklich im Griff gehabt. Alle paar Monate, die ich nach Berlin in meine home base kam, musste ich mich zwei bis drei Tage hinsetzen und meine Buchhaltung machen: alle Rechnungen drucken, Quittungen abheften, Kontos checken, Kreditkartenabbuchungen gegenprüfen und noch vieles mehr… Das macht keinen Spaß!

Seit nun mehr als drei Monaten aber nutze ich FastBill, ein online Rechnungsprogramm welches mit coolem Design und Userinterface das Erstellen und Verwalten von ein- und ausgehenden Rechnungen zum Kinderspiel macht und überraschenderweise auch richtig Spaß macht!

Wenn du also etwas verkaufst wie digitale Informationsprodukte oder Dienstleistungen anbietest musst du deinen Kunden eine Rechnung ausstellen. Nun kannst die Rechnung online erstellen und verwalten!

Mit FastBill macht die Verwaltung von Rechnungen auf einmal Spaß!

Wie Du und Ich normalerweise Rechnungen erstellen

Früher habe ich extra designte Rechnung mit Adobe InDesign erstellt. Eine Rechnung ausstellen hat mich ca. 10 bis 15 Minuten gekostet – viel zu lang eigentlich!

Du machst es vielleicht auch mit einer coolen Rechnungsvorlage auf InDesign, aber wahrscheinlich noch einfacher direkt in Word. Dauert dir das nicht zu lange? Musst dann noch in deinem Ordner System schauen, wie die letzte Rechnungsnummer hieß? Und etwas wie Kundennummern kennst Du (wahrscheinlich) auch nicht!

Wenn du dann einmal auf der Suche nach einer alten Rechnung bist, musst du dich durch all deine Ordner klicken und die richtige Rechnung suchen. Schon etwas nervig!

Dann habe ich Christian Häfner, den Gründer von FastBill, auf der DNX kennengelernt und habe mich dazu entschieden sein SaaS-Programm (Software as a Service) für mein Business zu testen.

Was ist FastBill?

FastBill ist ein webbasiertes Online-Rechnungprogramm mit dem das Verwalten von Rechnungen, Angeboten und Kunden kinderleicht ist. FastBill bietet viele Dinge von denen ich nicht dachte, dass ich sie als Onlineunternehmer wirklich brauche. In der Praxis nach 3 Monaten testen hat sich aber gezeigt, dass hinter FastBill ein Team sitzt, welches sich genau Gedanken zu den Arbeitsprozessen von Selbstständigen und Digitalen Nomaden gemacht hat.

Zum Beispiel kannst Du Kunden in Sekunden einrichten, Rechnungen im PDF-Format erstellen und diese direkt per E-Mail versenden. Normalerweise reicht es, wenn ich meinen Kunden eine Rechnung per E-Mail sende, letztens habe ich aber mit einem deutschen und zwei Slowenischen Unternehmen gearbeitet, die meine Rechnung unterschrieben und per Post haben wollten, und diese partout nicht per E-Mail akzeptieren wollten. Da ich zu der Zeit 5 Wochen unterwegs war, viel es mir schwer diese Rechnungen signiert per Post zu versenden. Zum Glück bietet FastBill aber den Service an, Rechnungen digital zu signieren, auszudrucken und per Post zu verschicken.

Rechnung Online Fastbill Erfahrung

Vorteile von FastBill

– Schönes und ansprechendes Design

Was mir besonders gut bei FastBill gefällt, ist das ansprechende Design. Es macht Spaß Rechnungen zu erstellen, diese als bezahlt zu markieren und die Ausgaben festzuhalten.

– Einfach Rechnungen Online erstellen

Das Erstellen von Onlinerechnungen ist besonders einfach und innerhalb von wenigen Minuten getan. Selbst wenn ein Kunde noch nicht eingerichtet ist, kann dies direkt bei der Rechnungserstellung gemacht werden. Rechnungen können individuell angepasst und mit eigenem Logo versehen werden.

– Angebote erstellen

Selbst Angebote kannst du direkt mit FastBill erstellen und diese können dann später auch ganz einfach in Rechnungen konvertiert werden.

– Ausgaben (automatisch) erfassen

Du kannst deine ganzen Ausgaben mit Hilfe von Scanbot und in Verbindung mit Wappwolf fast automatisch erfassen. Diese werden dann in vordefinierte Ordner abgelegt und müssen nur der richtigen Kostenstelle zugeordnet werden.

– Alle Umsätze auf einen Blick

Auch toll, dass du deine Einnahmen auf einen Blick hast und sofort erkennen kannst, welche Rechnungen offen, fällig und bezahlt sind, und für welche Rechnungen bereits Mahnungen abgeschickt worden sind.

– Rechnungen digital signieren

Auf FastBill kannst du deine eigene Unterschrift hochladen und deine Rechnungen digital signieren lassen. Ein toller Service, da einige Auftraggeber manchmal unterschriebene Rechnungen wollen.

– Rechnungen per Post versenden

In den letzten 3 Monaten wollten drei Kunden die Rechnung per Post und unterschrieben von mir erhalten. Da ich viel unterwegs bin und ein Drucker selten in der Nähe ist, habe ich FastBill damit beauftragt und der Kunde hat schnell gezahlt!

– Zeiterfassungstool

Ich habe bisher immer Paymo für die Zeiterfassung meiner Projekte genutzt. Ab sofort kann ich das auch mit FastBill machen. Einzige Vorraussetzung: ich muss dafür am PC sitzen und kann Meetings mit Kunden etc. nicht erfassen, da FastBill im vergleich zu Paymo keine App für die Erfassung anbietet.

Nachteile von FastBill

– Noch ein paar kleine Bugs

Es kommt manchmal vor, dass wenn ich bei der Rechnungserstellung einen neuen Kunden anlege, die Kundennummer nicht automatisch eingefügt wird. Ich löse das indem ich entweder alle Kunden einmal durchzähle und dann die nächste fortlaufende Nummer nehme, oder aber in das Kundenverzeichnis gehe und dort automatisch sehe, welche die nächste Kundennummer sein müsste!

– Reisekostenabrechnung

Als Digitaler Nomade und Reiseblogger bin ich immer viel unterwegs und dementsprechend sind meine Reisekostenabrechnungen hoch und regelmässig. Mir fehlt noch eine Funktion, mit der ich Reisekostenabrechnungen direkt in FastBill erstellen kann. Zur Zeit nutze ich Belegmeister und gebe dann die Gesamtsumme als Ausgabe in Fastbill ein. Ich denke aber, dass dies nicht ideal ist.

– Kostenstellen fehlen

Was mir am meisten bei FastBill fehlt, ist dass ich nicht erkennen kann, welche Kostenstellen meine größten Ausgaben verursachen. Ich habe meine ganze Buchhaltung zuvor in einer Excel Datei erstellt mit der ich ganz genau erkennen konnte, wie hoch prozentual die Ausgaben für jede Kostenstelle waren. Ich löse das bei FastBill indem ich die Kostenstelle immer als Kommentar eingebe, aber kann es dann trotzdem nicht auf einen Blick erkennen, sondern muss alle meine Daten als Excel exportieren. Nicht ideal!

Was kostet FastBill?

FastBill bietet verschiedene Tarife an:

Complete Tarif:

Für 5 € im Monat erhältst du eine unbegrenzte Anzahl an Kunden und Rechnungen sowie zahlreiche Zusatzfunktionen.

Plus-Tarif:

Für 19 € im Monat kannst du ein eigenes Logo in die Rechnungen einfügen sowie diese mit Bezahlfunktion per PayPal ausstatten. Somit musst du PayPal Bezahlungen nicht mehr manuell tracken, sondern es wird automatisch von FastBill erledigt.

Plus10-Tarif:

Für 49 € im Monat erhältst du Priorität beim Support und kannst FastBill gemeinsam mit bis zu zehn deiner Mitarbeiter nutzen.

Fazit:

FastBill ist ein super Tool für das Erstellen deiner Rechnungen sowie bietet eine super Übersicht samt deiner Ausgaben. Es hat weitaus mehr Vorteile als Nachteile, denn diese kannst du mit ein paar extra Tools und Tricks umgehen. Ich selbst nutze FastBill im Plus-Tarif und bin sehr zufrieden. Wenn Du noch unsicher bist, ob FastBill das Richtige für dich ist, kannst du den Service unverbindlich für einen Monat testen. Die Anmeldung dauert nur eine Minute und erfordert lediglich deine E-Mail und ein Passwort. Eine Bankverbindung muss im ersten Monat nicht angegeben werden. Du kannst dich hier also kostenlos anmelden!

Mit welchem Tool machst du deine Buchhaltung? 

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8 Kommentare

  1. Bisher benötige ich noch kein Tool, aber FastBill wäre sicherlich das erste Tool meiner Wahl. Es ist toll strukturiert, durchdacht und bietet letztendlich genau das was man benötigt. Kompliment an den Macher!

  2. Vielen Dank für den Bericht! Interessiere mich derzeit auch für ein Rechnungstool, das übersichtlich und einfach zu handeln ist. Das Einzige, was ich nach deinem Feedback schade finde, ist, dass das Logo hinzufügen nur im Plus Tarif geht. 19€ im Monat sind mir am Anfang meiner Selbständigkeit einfach zu viel und als Designer wäre das eigene Logo schon ganz nett :).

    Für die Zeitabrechnung habe ich sonst immer mite. (http://mite.yo.lk) verwendet. Sehr übersichtlich im schlanken Design für 5€ im Monat. Find ich super.

  3. Hallo Sebastian,
    ich hab Fastbill nun auch zwei Monate getestet und mich danach für den 5-Euro-Tarif entschieden.
    Die Variante, elektronisch zu bezahlen, wurde von meinen Kunden zu wenig angenommen, sonst hätte ich den Tarif für 19-Euro gewählt.
    Wenn mein Logo mal steht, werde ich aber sicherlich upgraden.

    Viele Grüße
    Linda

    • Mir war wichtig, mein Logo drauf zu haben, daher habe ich den 19-Euro-Plan und habe auch mehrere Mitarbeiter, die sich einloggen!

      Tolles Tool, welches mir viel Kopfschmerzen spart! 🙂

      Lg,

      Sebastian

  4. Hallo zusammen,

    danke für den Beitrag Sebastian. Zum Logo will ich kurz aufklären: Man kann auch in dem 5€ Tarif ein eigenes Logo auf die PDF Rechnung setzen. Hier gibt es kein Co-Branding. Darüber hinaus kann man die Rechnung auch mit FastBill verschicken, sodass die PDF, als auch ein Link zur Online Rechnungs-Ansicht für den Kunden generiert wird. In dieser Mail und in der Online Rechnung gibt es auch noch mal ein eigenes Logo /eigenes Branding. Und darum geht es in dem 19€ Tarif.

    Ansonsten gerne einfach mal ausprobieren.
    Hoffe das hilft.

    Danke auch für die Hinweise zu dem, was noch fehlt.
    Gruss
    Christian

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