Vor 4 Jahren, mit 21, als ich zum aller ersten Mal mit dem Gedanken gespielt habe mich selbstständig zu machen, dachte ich, ich würde das niemals können. Ich habe schon immer das „Macher-Gen“ in mir gehabt. Schließlich habe ich meinen ersten Piraten-Radiosender mit 10 freien Mitarbeitern schon mit 14 gehabt. Mit 19 habe ich mit einer Freundin eine Agentur für deutsche Studenten sowie eine Studentenvereinigung in den Niederlanden geführt, aber habe es nie als wirkliche Arbeit angesehen. Yasi und ich hatten einfach nur Spaß und haben es einfach mal gemacht. Das Ganze ist dann nach ca. 1,5 Jahren auch den Bach runtergegangen, weil wir andere Interessen hatten. Ich hatte damals einfach nur Spaß an dem was ich tat und es nicht unbedingt wegen des Geldes gemacht.

Mit 21 war das anders. Ich musste Geld verdienen. Damals, das weiß ich noch ganz genau, saß ich in den Niederlanden als ich mir zum ersten Mal überlegt hatte, mich selbstständig zu machen. Ich bekam richtig Angst bei dem Gedanken etwas ganz alleine zu machen und so habe ich die Idee wieder vergessen und mich für ein Auslandsstudium in Bulgarien beworben.

Als ich dann Bulgarien studierte, war mein Blog Off The Path bereits seit ein paar Monaten online und fing sogar an etwas Geld abzuwerfen. Die ersten Interview Anfragen kamen auch schon rein. Ich überlegte wieder, ob ich das Zeug dazu hätte, mich als Blogger bzw. irgendwie online selbstständig zu machen. Doch ich bekam wieder kalte Füße und entschied mich einen Job in Bangkok anzunehmen.

Ein Jahr später nach vielen langen und coolen Monaten in Thailand war der Druck zu groß. Ich war irgendwie nicht für einen Bürojob und das obligatorische 9-to-5 Arbeiten gemacht – wobei du als Marketing Berater natürlich weitaus mehr als 40 Stunden die Woche arbeitest. Ich hatte es einfach satt für den Traum eines anderen zu arbeiten und entschied mich ins kalte Wasser zu springen!

Heute, 4 Jahre später, habe ich es geschafft. Ich verdiene gut mit meinem Onlinebusinesses und habe viel auf dem Weg dazu gelernt.

Eines meiner wichtigsten Learnings: Werde zum Autodid-Act!

Schule, Praktika und Uni haben mir eher weniger als mehr gebracht. Natürlich ist Bildung wichtig, aber das meiste, was ich heute über die Selbstständigkeit und Businessführung gelernt habe, habe ich mir selbst beigebracht. Ich habe mich zur richtigen Zeit, wenn ein Problem aufkam, darum gekümmert es zu lösen und habe alles Mögliche im Internet und bei Amazon abgegrast, was es darüber gab. ABER ich habe dort nicht aufgehört, sondern habe das Erlernte auch direkt umgesetzt. Natürlich habe ich dabei viele Fehler gemacht. Fehler, aus denen ich so viel gelernt habe, wie keines der Bücher mir je gezeigt oder mich näher an meine Ziele gebracht hat. Als Selbstständiger und Digitaler Nomade musst du öfters einfach mal tun und kannst nicht wie in 9-to-5 auf die Entscheidungen anderer warten. Denn wenn du wartest, ist es vielleicht schon zu spät!

Damit du nicht nur von mir, sondern auch von anderen erfolgreichen Digitalen Nomaden lernst, habe ich in Anlehnung an die DNX Konferenz vor ein paar Wochen, 4 Blogger über die wichtigsten Eigenschaften eines Digitalen Nomaden gefragt. Lese selbst, was sie lernen mussten, um heute erfolgreich zu sein!

Welche Eigenschaften musstest du als Digitaler Nomade/Blogger lernen?

Conni BiesalskiConni von PlanetBackpack.de

Mein persönlicher Lieblingsbeitrag von ihr: Beach Office: Ein Tag im Leben einer Digitalen Nomadin

„Um ehrlich zu sein relativ wenige, da ich von Anfang wusste, dass dieser Lifestyle und alles was damit verbunden ist, perfekt auf mich zugeschnitten ist.

Etwas, das ich aber definitiv ausbauen musste, war mein Business-Denken.

Ich hatte nie wirklich geplant mich selbständig zu machen und hatte null Hintergrund in BWL oder was den Aufbau eines Unternehmens anging. Mir war aber direkt klar, dass ich schnellstmöglich die Arbeitnehmer-Mentalität ablegen musste (und auch wollte!).

Am Anfang war es komisch, Preise zu setzen und Geld für seine eigenen Dienstleistungen und Produkte zu verlangen. Mit der Zeit wird man da aber selbstbewusster und gelassener und manchmal sogar etwas übermütig!

Ich musste auch ein wenig von meiner idealistischen Einstellung loslassen, dass Geld etwas “Negatives” ist. Fakt ist: Je mehr ich Menschen helfe, desto mehr verdiene ich, desto mehr kann ich wiederum anderen helfen und einen noch größeren Mehrwert produzieren.

Heutzutage ist unternehmerisches Denken meine große Leidenschaft und definitiv Teil meiner Persönlichkeit geworden. Mittlerweile kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie mein Leben davor war…“

 

Jeremy Kunz Reiseblogger

Jeremy von Reisewerk.ch

Mein persönlicher Lieblingsbeitrag von ihm: Das Paradies liegt in Thailand

„Mich zu verkaufen. Ich kenne viele Leute die gerne reisen und unterwegs arbeiten wollen und richtig gut in Ihrem Gebiet sind. Doch Sie können sich nicht verkaufen, keine Kunden überzeugen mit Ihnen zu arbeiten und gehen so auch unter.

Wer als digitaler Nomade selbständig sein möchte braucht alle Eigenschaften die ein Selbständiger auch hat – und einige mehr. Oft muss er seine Dienstleistung auf Distanz verkaufen (Kein persönliches kennenlernen), ausführen und abrechnen.

Da kommen schnell Steuerfragen etc. auf um die man sich auch kümmern muss – und im Gegensatz zu einem Ortsbasierten Unternehmen, sind Steuerfragen etc. einiges komplizierter. Da kompetente Auskunft zu erhalten ist nicht einfach.

All dies hört sich jetzt so schrecklich mühsam an, doch spätestens wenn man die Mehrwerte dieser Art von Arbeit und Leben entdeckt, möchte man das Leben nie mehr gegen einen 9 to 5 Job eintauschen.“

Patrick HundtPatrick von HealthyHabits.de & 101Places.de

Mein persönlicher Lieblingsbeitrag von ihm: “zul. online heute um 06:02 Uhr” – Digitale Generation im Stress

„Ich möchte sagen: unternehmerisch denken! Nur wenn ich mein Business wie ein Business behandle, kann ich damit Geld verdienen. Das wusste ich zwar vorher schon, doch ich möchte es bei dieser Frage nicht unerwähnt lassen.
Gelernt habe ich vor allem vier Dinge:

1. An den Nutzen für den Leser denken: Wenn er bei mir nichts lernen kann oder nicht wenigstens unterhalten wird, dann veröffentliche ich den Content nicht.

2. Offen über mich selbst schreiben: Meine Blogs zeichnen sich dadurch aus, dass ich schreibe, was ich denke und was ich fühle. Auch wenn es weh tut. Nein, vor allem, wenn es weh tut!

3. Meine Produkte vermarkten: Es fällt mir immer noch schwer, meine Texte und Produkte groß anzukündigen und andere darum zu bitten, mir bei der Vermarktung zu helfen. Doch zumindest am Anfang (neuer Blog, neues Produkt) muss ich trommeln, um auf mich aufmerksam zu machen.

4. Nein sagen: Ich musste lernen, Nein zu sagen, wenn mir etwas nicht gefällt. Nein zu schlechten Gastbeiträgen, nein zu Blogparaden, nein zu Leuten, die meine Zeit rauben. Nur so kann ich meine Qualitätsstandards hoch halten.“

Moritz Bauer BloggerMoritz von Selbstbewusstsein Stärken

Mein persönlicher Lieblingsbeitrag von ihm: Selbstsabotage: Verhinderst du dein eigenes Glück?

„Ich musste lernen, zu verkaufen. Denn wenn man seine Bücher / Produkte nicht an den Mann bringt, dann hat mein kein Geld. Und wenn man kein Geld hat, dann kann man nicht wie ein Digitaler Nomande durch die Gegend reisen. Dazu zählte auch, viele limitierende Glaubenssätze zum Thema Geld und Verkaufen (darf ich das? wer bin ICH denn, um Geld für meine Produkte zu verlangen etc.) hinter mir zu lassen. Das war am Anfang ziemlich schwierig für mich und ich musste einige Bücher lesen und mir verschiedene erfolgreiche Leute ansehen, um diese Limitierungen loszuwerden. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, ist diese Fertigkeit, etwas verkaufen zu können, mit das Wichtigste, das ein Digitaler Nomade (bzw. egal welche Person) jemals lernen kann. Kannst du dich gut verkaufen bzw. vermarkten, dann ist das schon mal die halbe Miete. Darum an alle, die auch gerne den digitalen Lifestyle leben wollen: Lernt, zu verkaufen und euch und eure Produkte richtig zu vermarkten. Habt ihr diese eine Sache im Griff, dann kommt der Rest wie von alleine.“

Fazit:

Wenn du als Digitaler Nomade oder Blogger wirklich erfolgreich sein willst, dann sind sich alle einig. Du musst deinen Blog als Business behandeln und lernen zu verkaufen. Alle Blogger, die an diesem Round Up teilgenommen haben, verkaufen auf ihren Seiten herausragende eBooks und Kurse zu diesen und anderen Themen. Natürlich ist das nicht alles. Um herauszufinden, wie du mit deinem Business Digitaler Nomade werden kannst, solltest du das Formular in der rechten Sidebar ausfüllen. Außerdem empfehle ich dir das neue eBook von Conni „Digital, Unabhängig, Frei

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2 Kommentare

  1. Hi Sebastian,

    sehr cooler Beitrag! Ich finde es immer interessant was die größten Learnings von erfolgreichen Menschen auf ihrem Weg waren. Daraus lassen sich immer ein paar Key Elemente herausfiltern, auf die man selbst größten Wert legen sollte, wenn man auch erfolgreich werden will.

    Aus deinem Beitrag nehme ich mir auf jeden Fall eines mit: Lerne zu verkaufen 😉

    Liebe Grüße,
    Alina

    • Hey Alina,

      danke für deine ganzen Kommentare. Ja, wissen wie du als Blogger verkaufst ist unglaublich wichtig. Ich bin sehr dankbar, dass sie alle so ehrlich waren und ihre Erfahrungen auf TravelWorkLive geteilt haben. Wir können alle so viel davon lernen!

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