Vor einem Monat habe ich mein Manuskript an den Verlag geschickt. Das heißt, ich bin ab August nicht nur Unternehmer und Blogger, sondern auch Autor – richtig geil! Sechs Monate habe ich nebenbei an dem Buch geschrieben und dabei richtig viel gelernt. Denn ein Buch zu schreiben ist nicht gleichzustellen mit dem Verfassen eines Blog-Beitrages wie diesem hier. Ein Buch benötigt einen Roten Faden, eine richtige Struktur. Gut, das sollte natürlich auch jeder Blog-Beitrag haben, allerdings auf einer viel kleineren Ebene.

Diese und viele andere Dinge machen das Schreiben eines Buches zu einer großen Aufgabe, die entsprechend geplant sein muss. Doch bevor du ein Buch überhaupt anfängst zu planen und letztendlich zu schreiben, musst du dir folgende Frage stellen: Wie willst du dein(e) Bücher überhaupt herausgeben? Mit einem Verlag, wie ich es gemacht habe, und wenn ja, mit welchem? Oder willst du deine Bücher sogar lieber selbst herausgeben? Beides hat seine Vor- und Nachteile!

Die Frage: Mit einem Verlag zusammen arbeiten oder selbst veröffentlichen?

Vorteile beim Bücher herausgeben mit einem Verlag:

  • Verlag kümmert sich um das Lektorat
  • professionelle Unterstützung beim Schreiben des Buches
  • professionelles Design und Gestaltung des Buches
  • Unterstützung beim Vertrieb des Buches
  • Vorschuss

Vorteile beim Bücher herausgeben auf eigene Faust:

  • volle Kontrolle über den Inhalt
  • mehr Kreativität
  • viel höhere Tantiemen
  • du behältst alle Rechte
  • Bücher sind immer lieferbar
  • höherer Veröffentlichungzyklus

Du musst für dich entscheiden, was dir wichtig ist. Wenn du unter Druck schlecht arbeiten kannst und die absolute Freiheit genießt zu tun und zu schreiben was du willst, dann würde es sich wahrscheinlich lohnen, deine Bücher selbst herauszugeben. Du musst dabei aber beachten, dass du dich um das Lektorat, Design und die Setzung der Bücher kümmern musst und dies auch ganz schön viel kosten kann!

Anderseits kannst du als Eigenherausgeber aber auch viel mehr mit deinen Büchern verdienen und behältst alle Rechte, während du bei einem Verlag die Rechte meistens abgibst und auch nicht so viele Bücher veröffentlichen kannst wie du gerne würdest. Du hast also auch den Vorteil, dass du ein Buch nach dem anderen veröffentlichen kannst, wie es zum Beispiel Carina von um180Grad.de macht oder Patrick von 101places.de.

Möglichkeiten Bücher selbst herauszugeben

Wenn du dich also dazu entscheidest, deine Bücher selbst herauszugeben, gibt es einige Möglichkeiten, wie du das machen kannst, je nachdem wie begabt du technisch bist!

Option 1: Einfache Word-Datei als PDF veröffentlichen und über PayPal verkaufen

Wenn du dich mit der ganzen Technik nicht so auseinander setzen willst oder kannst, und einfach nur dein Buch veröffentlichen willst, ist dies die einfachste Variante. Du kannst dein Buch in Word schreiben (ich empfehle dir allerdings Scrivener) und sobald es fertig ist, als PDF exportieren und schon bist du quasi fertig. Lade das fertige PDF-Buch dann auf deine Webseite und verkaufe es ganz einfach mit der Hilfe von PayPal.

Option 2: Eigenes Buch als PDF mit schönem Design und etwas aufwändigerem Verkaufsprozess

Wenn du mehr Zeit in dein Buch investieren willst, kannst du eine schöne eBook-Vorlage auf Graphicriver kaufen, wie diese oder diese, und sie mit Adobe inDesign entsprechend anpassen. Exportiere das fertige Design dann als PDF und erstelle mit Hilfe von LeadPages eine geile Verkaufsseite. Nutze dann noch die Software SendOwl, und schon kannst du dein Buch auf eine sehr professionelle Art verkaufen. Mit SendOwl kannst du übrigens auch Affiliate-Programme einrichten, und so Freunden und anderen Bloggern Kommissionen anbieten, wenn sie dein Buch verkaufen!

Option 3: Eigenes Buch als PDF auf eigener Seite und als eBook und Print on Demand Buch auf Amazon verkaufen

Du willst viel mehr Menschen erreichen als deine Leser auf deinem Blog oder deiner Webseite? Dann ist diese Option wohl die Beste für dich: Du bietest dein Buch wie in Option 2 als PDF auf deiner Seite an, nutzt dafür Leadpages und SendOwl, und lädst es zusätzlich auf Create Space. So kannst du dein Buch auch als Print on Demand auf Amazon anbieten und gibst deinen Lesern die Möglichkeit, dein Buch als richtiges Taschenbuch zu kaufen!

Tipp: Auf um180grad.de hat Carina einen sehr detaillierten Guide erstellt, den “Selfpublishing für Einsteiger”. Ich selbst habe ihn mir bereits genau angeschaut, um mein nächstes Buch-Projekt anzugehen. Denn diesmal möchte ich es alleine, ohne die Unterstützung eines Verlages, herausgeben!

Erfolgreiche Beispiele von anderen Bloggern

Selfpublishing ist schon seit Jahren im Trend und viele Indie-Autoren haben so Hunderttausende an Euros mit ihren Büchern verdient. Egal ob Fiktion oder Sachbücher. Für alles gibt es einen Markt!

Von Selfpublishing zum großen Vertrag

K.A. Tucker veröffentlichte 2013 über Amazon Create Space ihr Buch “Ten Tiny Breaths”. Das Buch schlug wie eine Bombe ein und verkaufte sich super gut auf Amazon. Ende 2013 kam ein großer Verlag auf K.A. zu und bot ihr einen Vertrag für 4 weitere Bücher an.

Über 2 Millionen US-Dollar mit eBooks

Amanda Hocking verkauft 2011 über 9.000 Kopien ihrer 9 Bücher am Tag und verdiente hierdurch Millionen. Sie unterschrieb ein paar Jahre später einen Vertrag für 4 weitere Bücher bei einem Verlag, der ihr weitere 2 Millionen US-Doller einbrachte mit der Option, dass eines ihrer Bücher verfilmt wird!

Vom Blog zum passiven Einkommen mit eigenen eBooks

Conni bloggt seit 2012 auf ihrem sehr erfolgreichen Backpacker-Blog PlanetBackpack.de. 2014 veröffentlichte sie nach einem Jahr des Schreibens ihr eBook “Digital, Unabhängig, Frei”. Dank einer durchdachten Launchstrategie und großen Reichweite des Blogs, konnte sie innerhalb weniger Tage über 20.000 Euro mit ihrem eBook einnehmen. Heute verdient sie ein gutes passives Einkommen, da viele verschiedene Blogger das Buch als Affiliates weiterempfehlen!

Die Masse hilft!

Reise- & Gewohnheitsblogger Patrick Hundt von 101Places und HealthyHabits.de hat 11 Bücher geschrieben und diese auf seinem Reiseblog 101Places selbst herausgegeben. Mittlerweile verdient er durch die Bücher zwischen 2.500 und 3.000 Euro im Monat, ohne diese großartig zu bewerben!

Fazit:

Wenn du also überlegst, dein erstes eigenes Buch zu schrieben, kann ich dir nur empfehlen, endlich anzufangen. Zudem kann ich dir Carina’s “Self-Publishing für Einsteiger” eBook nur empfehlen. Mit ihren ganzen Tipps und Infos bist du bestens vorbereitet!

Bücher herausgeben

8 Kommentare

  1. Hi Sebastian,

    vielen Dank für den Beitrag! Sehr, sehr hilfreich! Ich schreibe tatsächlich gerade selbst seit geraumer Zeit an einem Buch und war mir noch nicht so sicher, wie ich es letztendlich dann anpacke. Ich werde es wohl vorerst nur als eBook anbieten. Danke auf jeden Fall!

    Viele Grüße,
    Janine

  2. nur zur Ergänzung: Wir haben ca. 10 Bücher draußen und verdienen damit ein paar Tausend EUR im Jahr (also nicht wirklich viel). Was mich jedes Jahr aufs neue überrascht, ist die Tatsache, dass wir zumindest im deutschsprachigen Raum 80-90% aller Bücher in gedruckter Form verkaufen. Also eine Nur-eBook-Strategie würde keinen Spaß machen. Mike

    • Hi Mike,

      das ist ein sehr guter und interessanter Kommentar. Während Conni’s eBook nur elektronisch zu haben ist und sehr gut läuft, verdienen andere Blogger wie Carina mehr durch die gedruckten und teureren Bücher als durch die eBooks.

      Danke dir,

      Sebastian

  3. Bei der Frage ob man das Buch selbst auf der Webseite oder über Amazon verkauft, sollte man sich im Klaren sein ob man schon eine Community oder einen Blog hat. Das wird meist vergessen. Ich hatte diese nicht und habe dennoch sehr viele Bücher verkauft!

    Ich habe ein eBook geschrieben, das extrem speziell ist. Ein Verkauf über eine eigene Seite hätte mir null verkaufte Bücher eingebracht. Die Seite zum Buch ist nur ein Beiwerk, wenn der interessierte Leser mehr über mich und das Buch wissen will. Daher kann ich jedem Self-Publishing über Amazon empfehlen, wenn man quasi bei Square-Zero startet.

    Noch ein Tipp, wenn man das Buch über Xinxii.de veröffentlicht, bekommt man eine kostenlose ISBN Nummer und kann neben Amazon auch auf andere (schwierige) eBook Stores wie z.B. iTunes verkaufen. Die Konvertierung des Datei-Formates erledigt übrigens Xinxii.

  4. Hallo Sebastian,
    am Montag hatte wir noch kurz drüber gesprochen und jetzt dieser passende Beitrag. Vielen Dank für die Einblicke und die Übersicht zu den Möglichkeiten. Wie kam es denn bei Dir zu dem Buchvertrag? Eigene Initiative oder kam der Verlag zu Dir?

    Viele Grüße, David.

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